Dorferneuerung Riede ist abgeschlossen - Fest auf umgestaltetem Dorfplatz

Ende in der neuen Mitte

Karl-Heinz Günther

Riede. Mit einem Fest auf dem neu gestalteten Dorfplatz wurde die Dorferneuerung im Bad Emstaler Ortsteil Riede nach neun Jahren abgeschlossen. Der Dorfplatz war das letzte der insgesamt 14 öffentlichen Projekte.

Viel sei im Zuge der Dorferneuerung für den kleinen Ort erreicht worden, betonte Peter Nissen, Abteilungsleiter für die Dorf- und Regionalententwicklung im Amt für den ländlichen Raum, in seinem Rückblick vor 120 Einwohnern und zahlreichen Ehrengästen.

Die ersten Überlegungen in Sachen Dorfentwicklung, so Nissen, kamen vom Förderverein Schloss Riede, der sich seinerzeit Sorgen um den Erhalt der Gebäudesubstanz machte. Schnell waren sich Ämter, Bürger und Gemeinde aber einig, dass es sinnvoller sei, das Schloss nicht isoliert zu betrachten, sondern den ganzen Ort in die Förderung der Dorfentwicklung zu nehmen. In der Schlussphase des Dorfprogramms kam es zum Eigentümerwechsel im Schloss und bereits zu weitgehenden Sanierungen, zum Teil mit Unterstützung der Dorferneuerung.

Der „Fahrplan“ für den öffentlichen Bereich wurde vom Büro akp und Rieder Bürgern entwickelt - hier ging das besondere Lob von Nissen an Karl-Heinz Günther, der in den Dorferneuerungsjahren als Vorsitzender des Arbeitskreises stets treibende Kraft gewesen sei: „Es sind Persönlichkeiten wie Günther, die unsere Dörfer zusammenhalten.“

Neben Grün- und Freiflächengestaltung (unter anderem Spielplatz, Bolzplatz, Bereich am Teich) stand neben dem Dorfplatz als Großprojekt das Multifunktionsgebäude im Mittelpunkt. Hier wurde ein Domizil für die Rieder Vereine geschaffen und zugleich die Feuerwehr untergebracht, deren alte Räume zu klein geworden waren. Eigentlich gehe Feuerwehr und Dorferneuerung fördertechnisch nicht zusammen, erklärte Nissen. In Absprache mit dem Minsterium und scharfer Trennung der beiden Teilprojekte sei das Unmögliche hier aber realisiert worden.

Gerne hätte man noch mehr umgesetzt, meinte Ausschussvorsitzender Günther und nannte das Backhaus und die alte Milchannahmestelle. Fürs Backhaus spendete Landrat Uwe Schmidt spontan 500 Euro. 100 Euro wurden beim Fest auf dem Dorfplatz beim Bratwurstverkauf erwirtschaftet, 400 Euro befanden sich in den Spendendosen. Ein finanzieller Grundstock für weitere Dorfprojekte ist also schon wieder vorhanden. (bic) HINTERGRUND

Quelle: HNA

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