Bad Zwestens Gemeindevertreter geloben Besserung – Martin Häusling erwägt Rückzug

Ende des Streits in Sicht

Gratulation nach der Wiederwahl: Bad Zwestens früherer Bürgermeister Heinrich Haupt (rechts) beglückwünschte am Sonntag Michael Köhler. Foto: Zerhau

BAd Zwesten. Die Ränkespiele und Zwistigkeiten der vergangenen fünf Jahren wollen die Bad Zwestener Gemeindevertreter offensichtlich überwinden. Innerhalb des Parlaments gibt es nach der Wahl zwar Verschiebungen, doch die haben an den Mehrheitsverhältnissen nichts geändert. Rechnerisch liegt sie – hauchdünn mit einer Stimme – nach wie vor bei SPD und Grünen. Dennoch sind sich die drei großen Fraktionen einig: Mit dem Streit muss es ein Ende haben.

Zünglein an der Waage sind die Grünen. Ohne deren Stimmen haben weder die SPD noch die CDU zusammen mit FWG und Bürgerliste eine Mehrheit. Doch von einer Koalition mit der SPD will Grünensprecher Martin Häusling nichts wissen. „Wir streben eine Verbindung für die Wahl des Gemeindevorstandes an, mehr aber nicht.“ Ziel sei dort eine eindeutige Mehrheit.

Ansonsten wollten die Grünen ihre Vorstellungen durchsetzen. Ob er dabei mitwirken wird, ließ er offen. „Wir werden am Wochenende entscheiden, ob ich mein Mandat annehme oder nicht.“

Mehr Ehrlichkeit, Offenheit und umfassende Informationen wünscht sich Robert Koch, Fraktionssprecher der SPD. „Dann funktioniert’s auch mit dem Bürgermeister.“ Nach dem schmerzlichen Stimmenverlust von 7,7 Prozent, schlägt er versöhnliche Töne an. Er setzt auf Zusammenarbeit zum Wohl der Kurgemeinde. Auf keinen Fall werde es mit den Grünen eine Koalition geben. Mit ihnen gebe es zwar die größten Übereinstimmungen, doch auch Unterschiede. Sein Ziel: „Das neue Parlament soll ohne Zankereien arbeiten.“

Von einem Schlussstrich unter die vergangenen eineinhalb Jahre spricht CDU-Sprecher Hans-Peter Ziegler. „Wir haben uns um eine Person gestritten, nicht um Inhalte. Damit muss Schluss sein.“ Der Bürgermeister habe eine beachtliches Ergebnis erhalten, „das muss akzeptiert werden“. Damit die „Schlammschlacht in der Gemeindevertretung nicht weiter geht“ regt Ziegler ein Gespräch der Fraktionsführer über gemeinsame Ziele an. Er sei dazu bereit. „Das ist unsere einzige Chance, um die Gemeinde voranzubringen.“

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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