Hilfsorganisationen im Schwalm-Eder-Kreid fehlen Arbeitskräfte

Ende des Zivildienstes: Ausfälle zu erwarten

Schwalm-Eder. Am Ende waren es noch 13, die ihren Zivildienst im Schwalm-Eder-Kreis ableisteten. Das teilte Peter Schloßmacher vom Bundesamt für Zivildienst mit. Mit dem Ende der Wehrpflicht sollten ab heute Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst (BFD) deren Plätze einnehmen.

Doch weder beim DRK-Kreisverband noch beim Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar sind bisher Bewerbungen eingegangen.

„Das wird von den Zahlen her nie und nimmer ersetzbar sein“, sagt Jens Haupt, Leiter des landeskirchlichen Zentrums für Freiwilligendienst in Kassel. Ein Einziger habe bereits einen BFD-Vertrag unterschrieben. Wie viele es im Landkreis sind, sei unklar, denn dem Bundesamt für Zivildienst lägen noch keine Zahlen vor. Schloßmacher ist zuversichtlich: „Keine Dienststelle wird ohne Zivis zusammenbrechen.“ Sie seien nur als Ergänzung eingesetzt worden. Die Zeit für persönliche Zuwendung bei der Pflege würde aber knapper werden.

Ulrich Schneider, Kreisgeschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes sieht das anders. 15 Zivi-Stellen für Krankentransport, Rettungsdienst, Essen auf Rädern und Hausnotruf müssten neu besetzt werden: „Wir hoffen auf Kräfte aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr.“ Die seien schwer zu finden, sagt Karsten Schwalm, Pflegedienstleiter der Diakoniestation Fulda-Eder in Melsungen, wo Zivis Senioren betreuten und Fahrdienste übernahmen. „Es wird Ausfälle geben.“

Das Fritzlarer Hospital hat dagegen keine Lücken. „Wir haben nur sporadisch Zivis beschäftigt“, sagt Harald Umbach aus der Geschäftsführung. Der Letzte habe am 31. Dezember 2010 seinen Dienst beendet. Bei Judith Ballhausen (Malteser-Hilfsdienst) meldeten sich sechs BFD-Interessenten. Sie lobt, dass auch Ältere den BFD leisten können: „Die bringen Lebenserfahrung und berufliche Kompetenz mit.“

Quelle: HNA

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