Initiative Schwalm ohne Autobahn attackiert die hessischen Grünen

Endet die Autobahn in Treysa?

Jörg Haafke

Schwalmstadt. „Soll das die grüne Verkehrswende sein?“ betitelt die „Initiative Schwalm ohne Autobahn“ den offenen Brief zum Landestreffen von Bündnis 90/Die Grünen am Samstag in Frankfurt. Dort soll der schwarz-grüne Koalitionsvertrag angenommen werden.

Nach Ansicht der Schwälmer Autobahngegner beschließen die Grünen den Weiterbau der A 49 bis Schwalmstadt, „damit setzen die Grünen die Politik des Sachzwangs zum ständigen Weiterbau des Ex-Verkehrsministers Posch fort“, obwohl das grüne Wahlprogramm den Start in die Verkehrswende  versprochen habe.

Vorwurf der Initiative: „Statt mit dem Start in ein alternatives Verkehrskonzept einen Wendepunkt in der Verkehrspolitik zu markieren, wollen die Grünen weitere 150 Mio. Euro für eine zwölf Kilometer lange vierspurige Verlängerung aktivieren.“ Für die Initiative ist es „kein Wunder, dass Schwarze, Rote und Gelbe die Beschlusslage nicht kommentieren, sie lassen schlicht den Wahlkampfslogan der Grünen sprechen: ,Mit Grün geht’s besser'.“

Aus Berlin seien zuletzt nur noch „Hinhalteparolen“ gekommen, nun werde die A 49 zum Leuchtturmprojekt der Grünen.

Die Autobahngegner meinen, dass pro Tag höchstens 7000 Fahrzeuge auf der neuen Strecke unterwegs sein werden, die dann von Treysa aus Richtung Stadtallendorf weiter und dabei quer durch Neustadt fahren würden. Die Entscheidung für den Weiterbau bedeute einen Flächenverbrauch von 50 Hektar, das sei mit dem Nutzen nicht in Einklang zu bringen. Die verbauten Millionen würden besser für die Stärkung des vorhandenen Straßennetzes und zur Herstellung von Ortsumfahrungen taugen.

Die Entscheidung der Grünen trete 30 Jahre erfolgreicher Bürgerinitiativenarbeit mit Füßen, nun müsse man sich gegen grüne Verkehrspolitik wenden. (aqu)

Quelle: HNA

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