Die Bahnhofstraße wird 2016/2017 mit zwei Engstellen ausgebaut

Endgültig Aus für das Projekt Fußgängerzone

Treysa. Eine lange Geschichte ist zu Ende: Die Bahnhofstraße in Treysa wird, anders als die Schwalmstädter Sozialdemokraten es über Jahre und Jahrzehnte wollten, in keinem Bereich Fußgängerzone. Auch eine abschnittsweise Einbahnregelung oder die gleichberechtigte Nutzung durch Autofahrer und Fußgänger (shared space) ist vom Tisch.

Hintergrund: Die Bahnhofstraße ist noch bis mindestens 2030 eine Landesstraße, zuständig ist mithin Hessenmobil. Nach mehreren Verhandlungs- und Ortsterminen gab es nur einen Kompromiss: Die Landesbehörde stimmt der Schaffung zweier Engstellen zu. Im Zuge des Ausbaus der Einkaufsmeile werden diese voraussichtlich 2017 in Höhe der Stadtsparkasse und in der unteren Bahnhofstraße eingebaut. Das Stadtparlament sagte in seiner jüngsten Versammlung mit großer Mehrheit Ja zu dieser Planungs-Variante.

Keine Zustimmung fanden zwei Vorschläge für die untere Bahnhofstraße. Zum einen ging es um den Wegfall der Stellplätze am Märchenesel (Bereich Bäckerei Viehmeyer), 26 Stadtverordnete waren dagegen, lediglich fünf dafür. Auch sprach sich die große Mehrheit gegen eine künftig geänderte Verkehrsführung in der Wagnergasse aus, für den Vorschlag, den Verkehr durch die Rosengasse abfließen zu lassen, stimmten vier Stadtverordnete.

„Die Diskussion über die Bahnhofstraße dauert seit mehr als 20 Jahren an“, resümierte Michael Schneider, SPD-Fraktionsvorsitzender, die SPD sei klar dafür gewesen. Nunmehr werde sich die Fraktion mit dem erzielten Kompromiss anfreunden, denn der Handlungsbedarf für die Straße sei dringend, man könne nicht „mit dem Kopf durch die Wand“.

Enttäuscht zeigte sich Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Jochen Riege sprach sich trotz allem klar für eine Fußgängerzone aus.

Hintergrund, Seite 3

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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