Wagenfurth  und Lobenhausen: Schnelles Internet kommt in acht Wochen

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Per Druckluft wird das Glasfaserkabel in die Leerrohre im Boden geschossen: vorne von links Fernmeldemonteur Roland Riese und Praktikant Tom Julius, hinten von links Netcom-Geschäftsführer Frank Richter, Bürgermeister Mario Gerhold und Manfred Zenker vom Bauamt.

Wagenfurth/Lobenhausen. Seit zwei Jahren warten die Bewohner von Wagenfurth und Lobenhausen auf schnelles Internet. Jetzt soll dieses Warten endlich ein Ende haben

Am Mittwoch wurde das Glasfaserkabel verlegt, das künftig die beiden Körler Ortsteile mit DSL versorgen soll. „In acht Wochen können wir die ersten Kunden anschließen“, schätzte Frank Richter, Geschäftsführer der Netcom Kassel.

Vor allem die Gewerbetreibenden, die auf eine gute Internetverbindung angewiesen sind, dürfte das freuen. Bislang hätten einige Bewohner der beiden Ortsteile überhaupt keinen Internetzugang, andere nur einen sehr langsamen, sagte Richter. Künftig sei eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 50 Mbit pro Sekunde möglich.

Eine Info-Veranstaltung für die Bewohner von Wagenfurth und Lobenhausen ist für Dienstag, 6. Mai geplant. Beginn ist um 19.30 Uhr im Schützenhaus in Lobenhausen.

Die Körler Kernstadt und der Ortsteil Empfershausen haben bereits seit zwei Jahren einen DSL-Anschluss. Bei Wagenfurth und Lobenhausen gab es jedoch Verzögerungen: „Wir mussten die Fulda und die Bahntrasse als Hindernisse überwinden“, erklärte Richter, „das war eine Herausforderung für die Tiefbauer.“

Jetzt hat die Gemeinde Körle gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und damit auch eine kostengünstige Lösung gefunden: Zwischen Körle und Röhrenfurth musste ohnehin ein viereinhalb Kilometer langes Glasfaserkabel verlegt werden, weil eine Steuerleitung für den Abwassertransport von Körle zur Kläranlage in Melsungen benötigt wurde. Die Verkabelungsarbeiten kosten die Gemeinde 8400 Euro.

Update

Diese Meldung wurde um 16.45 Uhr aktualisiert

Die Leerrohre für das Kabel unterqueren die Fulda und erreichen die Seite des Flusses, an der Lobenhausen und Wagenfurth liegen. Von den 24 Fasern im Glasfaserkabel werden nun vier Fasern der Netcom zur Verfügung gestellt. Diese Fasern ermöglichen den DSL-Anschluss für Wagenfurth und Lobenhausen.

Etwa 100 Haushalte könnten dann die schnellere Internetverbindung nutzen – vorausgesetzt, sie schließen einen Vertrag mit der Netcom ab. Bislang sind in Körle und Empfershausen etwa 700 der 1100 Haushalte angeschlossen. „Wir haben zwar einige ältere Bewohner, für die schnelles Internet nicht so eine große Rolle spielt“, sagte Körles Bürgermeister Mario Gerhold. „Aber wenn sie ihr Haus später verkaufen wollen, ist eine schnelle Internetverbindung für die meisten Käufer ein wichtiges Kriterium.“

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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