Sanierung des Ost-Turms der Weidelsburg soll vor erstem Schnee abgeschlossen sein

Endspurt auf dem Burgberg

Eingerüstet: Bauleiter Debelius und Polier Burgdorf im Ost-Palas.

Ippinghausen. „Der Zeitdruck ist da“, lässt Projektleiter Volker Debelius keinen Zweifel. „Wenn Schnee auf dem Weg zur Burg liegt, kommt hier keiner mehr hoch.“ Dementsprechend müssen die Bauarbeiter, die zurzeit den Ost-Palas der Weidelsburg verfugen, aufs Gas drücken.

Zur Verzögerung im Bauzeitenplan sei es gekommen, weil es im Sommer einen Lieferengpass bei der Sondermischung des Mörtels gab, mit dem die Fugen gefüllt werden. Bei einem Treffen mit Vertretern des Burgherren Hessen-Forst, der die Sanierungsarbeiten finanziert, versicherte der Bauingenieur, dass man den finanziellen Rahmen von 300 000 Euro für den Ost-Palas nicht sprengen werde. Und das, obwohl man beim Naumburger Tor eine böse Überraschung erlebte: „Im Sommer wollten wir eine Beule vernadeln“, so Debelius, dann rasselte der Mauerabschnitt komplett ein. Fünf Kubikmeter Basalt mussten neu aufgebaut werden. Inzwischen ist das Tor nahezu fertig.

Absturzsicherung

In den kommenden Tagen wird auch noch die Außenmauer des Innenzwingers am Ippinghäuser Tor verfugt, die Aussichtsplattform auf dem Ost-Palas erhält ein neues Geländer, und auch parallel zur Wehrmauer im Innenhof wird eine insgesamt 50 Meter lange Absturzsicherung aus Metall installiert.

2012 steht die Sanierung der äußeren Schutzmauern auf dem Programm. Was sich der Landesbetrieb Hessen-Forst, der in den vergangenen beiden Jahren bereits 300 000 Euro in die Renovierung des West-Turms steckte, das kosten lassen wird, ist noch offen.

Die Aktionsgemeinschaft zum Erhalt der Weidelsburg, erklärte ihr Sprecher Heinrich Bachmann, will im kommenden Jahr einen Wehrgang rekonstruieren und die hölzerne Schützhütte runderneuern, damit dort an Sonn- und Feiertagen wieder Gäste bewirtet werden können.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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