Millionenbaustelle der Wallgrabenmauern am Schloss geht in die letzte Runde

Endspurt für Sanierung

Spangenberg. Die Sanierung der Wallgrabenmauern am Schloss Spangenberg für 3,3 Millionen Euro geht in die letzte Runde. Der fünfte Bauabschnitt soll in diesem Monat abgeschlossen werden. Nach der bevorstehenden Frostperiode will das Hessische Immobilienmanagement (IM) mit dem letzten Bauabschnitt beginnen. Dann ist die Instandsetzung der Brücken dran und ein letztes Teilstück der Ringmauern.

Parallel dazu verhandelt die Immobilienverwaltung des Landes Hessen über die Verpachtung des Spangenberger Schlosses als Hotel- und Gastronomiebetrieb. Nachdem ein Unternehmer aus dem benachbarten Hessisch Lichtenau zurückgezogen hatte, werde derzeit mit dem verbliebenen Interessenten gesprochen. Es seien noch mehrere Termine angesetzt, sagte auf HNA-Anfrage gestern die Sprecherin des Immobilienmanagements, Christiane Bockler-Wentlandt. „Es wird noch einige Wochen dauern.“

Zu Einzelheiten über die den Stand der Verhandlungen wollte sie sich ebensowenig äußern wie über die Gründe für den Rückzug des zweiten Interessenten. Sicher sei jedoch, dass auch im Inneren des Schlosses erhebliche Veränderungen notwendig seien. „In dieser Form kann man das sicher nicht weiter betreiben.“

Die derzeit laufende Sanierung war erforderlich, weil um die Natursteinmauern stark einsturzgefährdet waren. Deshalb war im Februar 2009 unter einem Zelt aus Baufolie mit der Reparatur von 4000 Quadratmetern Sandsteinmauer begonnen worden. Fehlende Steine wurden ersetzt, Hohlräume geschlossen, die Mauern mit Kalkmörtel neu verfugt. Und verschiedene Anker-Stahl-Systeme stabilisieren das Mauerwerk zusätzlich, teilweise in das dahinter liegende Erdreich, zum Teil in die Fundamante des Schlosses.

Auch die Terrasse wurde neu hergerichtet, aber nur einige Monate bewirtschaftet, denn seit genau einem Jahr ist der Hotel- und Gaststättenbetreib auf Schloss Spangenberg geschlossen. Das bedauern nicht nur die heiratswilligen Paare, die sich in den historischen Mauern gern das Ja-Wort gaben.

Unter der Terrasse wurde eine Tonschicht als Abdichtung eingebaut und unter den Wegen auf der Wallkrone das Entwässerungssystem verändert, damit stehendes Regenwasser dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude künftig nichts mehr anhaben kann. Ein Schmankerl für künftige Schlossbesuche könnte ein Blick in den unterirdischen Wehrgang werden, der ebenfalls gesichert wurde. (and)

Quelle: HNA

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