Fäller-Bündler entnimmt schwache Bäume, die zu Hackschnitzeln werden

Zeit ist Geld: Das gilt auch in der Forstwirtschaft. Statt mehrere Waldarbeiter mit Sägen anrücken zu lassen, entnimmt der Fäller-Bündler von der Arbeitsgasse aus gezielt und zügig die Bäume, die andere beim Wuchs behindern. Foto:  Müller-Neumann

Kreisteil Melsungen. Er ist weithin zu hören: Mitten im Wald mit noch dünnen Bäume frisst sich der Fäller-Bündler durchs Grün. Das brummende Monstrum entnimmt von einer selbst gemachten Gasse aus Bäume mit einem Stammdurchmesser von zehn bis 25 Zentimeter. Daraus werden später Hackschnitzel gemacht: Energieholz für Kraftwerke.

In den Revieren des Forstamtes Melsungen ist der Fäller-Bündler, auch Feller-Buncher (englisch) genannt, seit Mai im Einsatz, erklärt Forstamtsleiter Christian-Peter Foet. Voraussichtlich bis zum Jahresende wird Andreas Ehmann aus Wolfhagen mit dem schweren Gerät zu tun haben.

Wo genau er zu arbeiten hat, legen die jeweiligen Revierleiter oder Berthold Reinbold, der im Melsunger Forstamt arbeitet, fest. Sie markieren die Gassen und stellen den schriftlichen Arbeitsauftrag zusammen.

Aus dem jungen Wald werden Laubhölzer, vor allem Birken entnommen, und zwar solche, die Fichten am Wuchs behindern. Von der Arbeitsgasse aus reicht der Arm der Maschine bis zu acht Meter tief in den Holzbestand.

Der Fäller-Bündler greift mit seinen Klauen um den Stamm, sägt ihn komplett oder in Etappen und legt ihn beiseite. Von dort werden die Stämme in Rückegassen, die ohnehin im Wald angelegt sind, gezogen. Ist das Holz nach vier bis sechs Monaten getrocknet, kommt der Hacker und macht aus den Stämmen Kleinholz.

Quelle: HNA

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