Einweihung am Freitag

Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll baute Solarpark am Harthberg

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Park geht ans Netz: Hans-Kurt Bernhardt, Ernst George, Dr. Brigitte Buhse und Horst Kaisinger vom Vorstand sowie Architekt Zafre Kalem (von links) vor den Flächen am Harthberg.

Treysa. Nur knapp sechs Wochen hat der Bau gedauert – jetzt ist er fertig, der neue Solarpark am Harthberg: pünktlich zum einjährigen Bestehen der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll. Die Genossenschaft ist Betreiber des neuen Parks.

Die Genossenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Wertschöpfung für die Region zu generieren. Denn das Geschäftsgebiet liegt vorrangig in der Schwalm. „Und so soll es auch bleiben“, sagt Vorstandsmitglied Horst Kaisinger. Am Freitag soll der Park eingeweiht und in Betrieb genommen werden. Die Flächen am Harthberg hat die Genossenschaft von der Stadt gepachtet.

In den vergangenen Wochen wurden auf der Fläche der ehemaligen Kaserne mehr als 8000 laufende Meter Kabel verlegt und elf Tonnen Stahl und Metall verbaut. Die Solarmodule sind auf so genannten Tischen befestigt: verteilt auf insgesamt 38 Reihen. Kooperationspartner ist die Firma Kirchner Solar Group, die auch künftig für die Wartung verantwortlich ist. Die Anlage wird im 15-minütigen-Takt überwacht. „So garantieren wir, dass kein Tag ohne Ertrag vergeht“, erläutert Architekt Zafre Kalem. Ein Solarpaneel halte im Durchschnitt 20 Jahre.

„Wir können mit dem erzeugten Strom etwa 340 Haushalte versorgen“, verdeutlicht Dr. Brigitte Buhse, ebenfalls im Vorstand. Die Energieerzeugung liege bei 1,2 Millionen Kilowattstunden. Ausgelegt ist das Konzept auf 35 Jahre. Was die Bürgerbeteiligung angeht, ist die Genossenschaft optimistisch: „Das Interesse am Infoabend war groß“, erklärt Ernst George.

Der Beitritt ist mit einem Geschäftsanteil in Höhe von 100 Euro möglich. Zehn Anlagen hat die Genossenschaft bislang in der Region realisiert. In den Solarpark am Harthberg wurden allein 2,1 Millionen Euro investiert. „Ohne die Hand- in-Hand-Arbeit von Kommune und Versorger hätte wir es nicht so schnell realisieren können“, sagt Kaisinger. Ernst George verspricht den Mitgliedern absolute Transparenz. „Wir mauscheln nicht. Wir geben alles direkt weiter. Jedes Mitglied hat eine Stimme.“

Nicht nur Haushalte, auch Gewerbebetriebe – etwa die, die sich am Harthberg angesiedelt haben – könne der Park in Zukunft mit Strom versorgen. „Wir haben hier eine dezentrale Energieversorgung geschaffen“, sagt Kaisinger.

Quelle: HNA

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