Energielotsen der Jugendwerkstatt zeigen, wie man weniger Strom verbraucht

So gehts: Christoph Nuxoll lässt sich von Energielotse Thomas Taubert erklären, wie er seinen Fernseher einstellen muss, um Strom zu sparen. Foto: Kamisli

Felsberg. „Du kannst 370 Euro im Jahr sparen“, sagt Thomas Taubert zu Christoph Nuxoll. Der 52-jährige Taubert ist Energielotse der Felsberger Jugendwerkstatt, und gemeinsam mit seinem Kollegen Dietmar Seiffert berät er im Schwalm-Eder-Kreis einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen.

Der 24-jährige Nuxoll ist erstaunt. Dass er Strom sparen kann, war ihm klar, aber dass es soviel ist, „damit habe ich nicht gerechnet“.

Die Tipps der Energielotsen sind einfach und effektiv. So hat Taubert dem 24-Jährigen zum Beispiel gezeigt, dass sein Fernseher einen Energiesparmodus hat. Auch wenn Nuxoll nur einen mittleren Modus wählt, spart er 85 Euro an Stromkosten pro Jahr.

„Durchlauferhitzer sind große Kostenverursacher, aber da gibt es auch ein großes Einsparpotential.“

Richtig viel kann der 24-Jährige auch beim Duschen sparen. „Durchlauferhitzer sind große Kostenverursacher, aber da gibt es auch ein großes Einsparpotential“, sagt Dietmar Seiffert. Duscht man beispielsweise täglich eine Minute weniger als gewöhnlich, spart das rund 30 Euro im Jahr. Außerdem lohnt es sich, die richtige Duschtemperatur einzustellen und das Wasser nicht unnötig zu erwärmen. Ein Grad weniger spart sechs Prozent Energie, sagt Taubert.

Der 52-Jährige hat noch mehr Tipps auf Lager. Zum Beispiel in Sachen Kühlschrank: „Wichtig ist, dass der Kühlschrank dicht ist“, sagt Taubert.

Kühlschrank muss dicht sein

Eine Kühlschranktür dürfe nie locker aufgehen. Wichtig sei auch, dass die Gummidichtungen sauber und intakt sind. Seien diese verklebt oder gar porös, dichten sie nicht mehr richtig ab. „Bei porösem Gummi hilft eincremen mit Silikon oder Vaseline“, sagt Taubert.

Es gehe bei der Beratung aber nicht darum, dass die Kunden auf Komfort verzichten, sondern sinnlos verbrauchten Strom zu sparen, sagt Seiffert. Die Energielotsen messen zunächst den Stromverbrauch aller Geräte und befragen die Kunden, was wie lange täglich benutzt wird.

Im Büro werden die Daten dann überarbeitet und das mögliche Einsparpotential ermittelt. Dann werden die Ergebnisse dem Kunden vorgestellt. Besteht der Verdacht, dass ein Gerät wie etwa ein Kühlschrank kaputt und deshalb ein Energiefresser ist, haben die Energielosten auch die Möglichkeit einer Langzeitmessung.

Doch es geht nicht nur allein ums Stromsparen. „Wir helfen auch mal, wenn es darum geht, einen Energiekostenzuschuss beim Jobcenter zu beantragen“, sagt Thomas Taubert. Er empfindet seine Arbeit „als sehr erfüllend, weil man den Menschen unglaublich helfen kann“.

Schriftliche Empfehlung

Christoph Nuxoll erhält von den Energielotsen außer zahlreichen Tipps und Tricks auch eine schriftliche Empfehlung, mit der er sich gegebenenfalls an den Vermieter wenden kann, wenn Geräte, die zur Wohnung gehören, kaputt sind.

Wer Interesse an einer Beratung durch die Energielosten hat, erreicht diese unter Tel. 05662/949735

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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