SPD: „Energiewende geht nicht mit Eon"

Habichtswald. „Wenn wir eine Energiewende weg von zentralen Großkraftwerken und hin zu dezentral erzeugter regenerativer Energie einleiten wollen, dann geht dies nicht mit Eon“, sagt Neidhard Heinemann, Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbandes Habichtswald.

Die Partei spricht sich in einer Mitteilung gegen die Gründung eines Versorgungswerkes mit Eon aus.

Die Gemeinden des Landkreises Kassel hätten derzeit die einmalige Chance, ein echtes kommunales Versorgungswerk in der Region zu gründen. Die komplette Wertschöpfung bliebe in der Region und fließe nicht in die Konzernzentrale von Eon in Düsseldorf ab.

„Eine wirkliche Energiewende für die Region kann nur dann eingeleitet werden, wenn der Anbieter, der auf zentrale Großkraftwerke setzt, nicht auch noch in diesem Versorgungswerk das Sagen hat“, schreibt die Partei. Es sei schade, dass diese Chance verpasst würde, nur um Gewerbesteuereinnahmen für die Standortgemeinden von Eon-Mitte zu sichern, für die es sicher auch andere Lösungsmöglichkeiten gegeben hätte.

„Die Übernahme des Personals - und auch die Sicherung der persönlichen Ansprüche der Eon-Mitarbeiter - hätte dabei sicherlich auch kein unüberwindbares Hindernis dargestellt“, teilt die Partei mit.

„Spätestens mit der von der Bundesregierung eingeleiteten Energiewende hätte das Verfahren der 24 Kommunen neu bewertet werden müssen“, so Jürgen Dietrich, Fraktionsvorsitzender der Habichtswalder SPD. Die Partei ist der Auffassung, dass sich die Gemeinde einen anderen Partner suchen sollte.

Um das weitere Vorgehen mit den Bürgern zu diskutieren und ein Stimmungsbild für die Entscheidungen in der Gemeindevertretung zu erhalten, lädt die SPD zu einer Infoveranstaltung ein. Sie findet am Donnerstag, 25. August, ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Dörnberg statt. (red/akl)

Quelle: HNA

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