Mitglieder der Umwelt-AG diskustierten mit Bundestagsabgeordneten und SMA

Energiewende zu langsam

Sie diskutierten in Kassel über die Energiewende: Andreas Stefanovic (SMA, v. l.), Nicole Maisch (Grüne), Laura Kröner, Geert Platner ((Umwelt-AG), Ullrich Meßmer, Dr. Günther Häckl (SMA) und Antonio Bassetto (Die Linke). Foto: Dilling

Bad Emstal/Kassel. Die Energiewende kommt nur schleppend voran. Da wäre mehr Tempo möglich. Und Nordhessen wird sich dafür stark machen. Darüber waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion „Energiewende – schon am Ende“ am Donnerstag im Kasseler DGB-Haus einig.

Mitglieder der Umwelt-AG der Christine-Brückner-Schule Bad Emstal diskutierten mit Bundestagsabgeordneten, weitere Politikern und Vertretern des Solar-Unternehmens SMA aus Niestetal. Unter den mehr als zwei Dutzend Zuhörern waren neben Schülern auch Studenten der Universität Kassel. Vertreter der Regierungsparteien im Bund hatten wegen Terminschwierigkeiten abgesagt.

Brief an Merkel

Laura Kröner, seit 2005 Mitglied der Umwelt-AG, hatte zuletzt mit Briefen an die Bundestagsabgeordneten und Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die geplante Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom protestiert. Sie habe darauf 90 Antwortschreiben von Abgeordneten erhalten, sagte die Studentin während der Diskussion. Es gebe jetzt einen Hoffnungsschimmer, dass die Kürzung nicht so stark ausfalle wie ursprünglich geplant. Gegen Einschnitte bei der Solarförderung sprachen sich auch die Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch (Grüne), Ullrich Meßmer und Antonio Bassetto (Kreisverband Kassel „Die Linke“) aus. Bassetto betonte, der Ausbau der regionalen Energieversorgung, beispielsweise mit kleinen Blockheizkraftwerken müsse vorangetrieben werden. Maisch sagte, beim nötigen Bau von Stromtrassen müsse man auch bereit sein, Konflikte auszutragen.

Gewinne nötig

Dr. Günther Häckl von SMA meinte, man benötige in der Branche Gewinne, um die Forschung voranzutreiben. Meßmer kündigte an, er werde das Filmprojekt der Umwelt-AG über erneuerbare Energien in Nordhessen fördern. Die Umwelt-AG will nach den Worten von Lehrer Geert Platner, der die Diskussion moderierte, weiter mit den Politikern und SMA in Sachen Energiewende in Kontakt bleiben. Man werde sich gegenseitig unterstützen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. (pdi)

Quelle: HNA

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