Entwicklungsplan zur Zukunft des Sports in Wolfhagen vorgestellt

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In seinem Büro im Rathaus: Daniel Köntopf ist seit gut einem Jahr Sportbeauftragter der Stadt Wolfhagen. Er hat mitgearbeitet am Sportentwicklungsplan.

Wolfhagen. Der Sportentwicklungsplan der Stadt Wolfhagen ist (fast) fertig. Sportvereine, Schulen, Stadt und Landkreis haben sich bei fünf Sitzungen Gedanken darüber gemacht, wie die Zukunft des Sports in Wolfhagen aussehen könnte.

Zusammen wurden viele Ideen gesammelt, die jetzt den Stadtverordneten vorgestellt wurden.

Vor gut einem Jahr hat Daniel Köntopf seine halbe Stelle als Sachbearbeiter Sportentwicklung im Rathaus angetreten. Einer seiner Schwerpunkte: der Sportentwicklungsplan. Gemeinsam mit dem Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) aus Stuttgart hat er den Prozess begleitet.

Fünf Mal hatte Köntopf einen Runden Tisch organisiert, an dem Vertreter der Sportvereine, der Schulen, der Stadt, der Fraktionen und des Landkreises Platz nahmen, um sich auszutauschen. „Ziel der Treffen waren Handlungsempfehlungen für die Sportentwicklung“, sagt Daniel Köntopf. Zuvor hatten die Sportvereine bereits einen zwölfseitigen Fragebogen ausgefüllt, der ehrenamtliches Engagement abfragt, die Qualität der Sportstätten und ähnliches.

Treffen der Übungsleiter

„Die Arbeitsatmosphäre war gut, alle ziehen an einem Strang,“ freut sich der 28-jährige Sportwissenschaftler. „Jeder konnte sich einbringen.“ Gemeinsam festgelegt wurden nun einige sogenannte Starterprojekte, „die möglichst zeitnah angegangen werden sollten“. Dazu gehört unter anderem die Einrichtung eines regelmäßigen Stammtischs mit Sportvereinen und Schulen. Ein Starterprojekt, das auch zu den konkreten Handlungsempfehlungen gehört, ist ein mögliches Sport- und Bewegungsareal Liemecke. Dort könnten ein Kletterpark, eine Skate-Strecke, ein Barfußpfad und eine Joggingstrecke auf einem großen Areal entstehen. Bei den Runden Tischen hatte dieses Vorhaben mit die höchste Zustimmung. Allerdings muss letzten Endes die Politik darüber entscheiden, sagt Köntopf.

Schneller und weit kostengünstiger würden sich andere Handlungsempfehlungen umsetzen lassen. Beispielsweise die Einführung von Schnupperangeboten bei Sportvereinen, ein regelmäßiger Austausch der Übungsleiter verschiedener Vereine, die Bezuschussung für Aus- und Fortbildung Ehrenamtlicher und ein festes Treffen zwischen Schulen und Vereinen, um beispielsweise die Nutzung der Schulsporthallen zu besprechen.

Nun werden sich zunächst die Ausschüsse mit dem Sportentwicklungsplan beschäftigen. Erst nach der Sommerpause wird wohl endgültig über die Handlungsempfehlungen abgestimmt. Köntopf ist jedoch guter Dinge: „Alle sind motiviert und wir haben viele Ergebnisse gesammelt.“

Der Sportentwicklungsplan ist Thema in der gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Soziales am Donnerstag, 9. Juli. Beginn im kleinen Saal der Stadthalle ist um 19.30 Uhr.

Quelle: HNA

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