Anfrage der Stadt nicht erfolgreich

Erdgastankstelle in Wolfhagen bleibt Wunsch

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In der Region noch rar: Aus Wolfhager Sicht gibt es die nächsten Erdgastankstellen in Bad Arolsen und Kassel.

Wolfhagen. Sie gelten als umweltschonend und kostengünstig im Unterhalt: Erdgasautos. Das Problem ist allerdings, dass die Möglichkeiten zum Tanken noch sehr eingeschränkt sind.

Grund genug für die Wolfhager Stadtverordneten, sich mit dem Thema zu befassen. Bereits im März hatte die SPD einen Antrag ins Parlament getragen, der dazu führte, dass sich der Magistrat informierte, ob und zu welchen Bedingungen in Wolfhagen eine Erdgas-Tanke errichtet werden könnte.

Am Mittwochabend stellte Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) während der Stadtverordnetensitzung in Istha die Ergebnisse vor. Und die waren sehr ernüchternd. Denn: Insgesamt 15 potenzielle Betreiber hatte die Stadtverwaltung angeschrieben und gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, im Bereich der Stadt Wolfhagen ein Erdgasangebot für Autofahrer zu installieren. Lediglich fünf von ihnen, so Schaake, hätten überhaupt reagiert. Schaake: „Alle sagten nein.“

Zur Erklärung wurden wirtschaftliche Gründe angegeben. Die Kosten für den Bau einer Erdgastankstelle bezifferte der Bürgermeister auf gut 200 000 Euro. Deshalb habe man auch den Gedanken, eine Tankstelle in Eigenregie oder durch die Wolfhager Stadtwerke errichten zu lassen, nicht weiterverfolgt.

Reinhard Schaake machte während der Parlamentssitzung aber auch deutlich, dass das Thema damit nicht endgültig vom Tisch sei, gerade auch angesichts der aktuellen Diesel-Diskussion: „Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt. Vielleicht sieht es in einem halben Jahr schon anders aus.“ 

Quelle: HNA

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