Erfahrener Körler Lokalpolitiker beendet Parlamentsarbeit

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Künftig mehr privat unterwegs: Marianne und Günther Döring in ihrem Körler Garten am Sonnenhang.

Körle. 44 Jahre war der Körler Vizebürgermeister Günther Döring kommunalpolitisch aktiv. Am kommenden Montag verabschiedet sich der 69-Jährige von der Parlamentsarbeit.

„Man muss loslassen können“, sagt der gebürtige Körler. Das gilt für den Fernmeldehandwerker ab Montag aber nur für die Politik. Denn in den Vereinen der Fuldagemeinde ist der Vater eines Sohnes nach wie vor fast überall Mitglied, bei den Schützen sogar Ehrenvorsitzender. Dort waren Günther Döring und seine Frau Marianne gefühlt schon immer aktiv dabei, übernahmen etliche Aufgaben und trafen oft ins Schwarze. Überhaupt hat die zeitaufwändige Kommunalpolitik die Dörings nie von gemeinsamen Unternehmungen abgehalten: Das Ehepaar wird wie in der Vergangenheit auch künftig gemeinsam tanzen, Radfahren und auf Skiern stehen. „Wenn irgendwo ’ne Geige gekratzt hat, waren wir dabei“, sagt Günther Döring.

„Wenn irgendwo ’ne Geige gekratzt hat, waren wir dabei.“

Dem 69-Jährigen hat sein Beruf ebenso Spaß gemacht wie die Politik. Beruflich war der Körler in ganz Nordhessen unterwegs und begleitete die Fernmeldetechnik von den frühen Klappertechnik bis zur Digitalisierung. So wie er bis heute den technischen Wandel verstanden hat, hat er auch stets gewusst, was in der Kommunalpolitik verhandelt wird - ob nun als Kreispolitiker, Gemeindevertreter, Vizebürgermeister, Beigeordneter, Fraktionsvorsitzender oder als Mitglied in Ausschüssen, der Regionalversammlung und im Ortsverein der SPD.

Blumen zum Abschied

Das ehrenamtliche Engagement des Kommunalpolitikers ist mehrfach wertgeschätzt worden, beispielsweise mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen und der Würdigung der Gemeinde als „Vorbildlicher Bürger im Ehrenamt“. Am Freitag standen frische Blumen auf dem Tisch der Dörings. Auch eine Ehrung, über die sich der 69-Jährige freut: Mit den Blumen und einer Karten danken die Körler Rathausmitarbeiter ihrem Vizebürgermeister für die gute Zusammenarbeit.

„Wenn ich es nicht gerne gemacht hätte, hätte ich nicht durchgehalten“, sagt Günther Döring, für den es in der Politik nie ganz große Streitpunkte gab. Döring wollte immer verstehen, was er beschließt - da hat er sich entweder intensiv in die Sachen eingearbeitet oder nachgefragt. Einmal habe er in der Kreispolitik mit anderen für das Krankenhaus in Melsungen gekämpft, und zwar „wie die Bären, dass es erhalten bleibt“, sagt Döring.

Quelle: HNA

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