Drei Schulsieger beim WFS-Unterrichtsprojekt Schreibwerkstatt

Erfolg mit Karussell

So sehen Sieger aus: Bei der diesjähriger Schreibwerkstatt der Wilhelm-Filchner-Schule gab es mit (von links) Marcel Gröger, Dennis Lobelia und Johannes Decker gleich drei Schüler auf dem ersten Platz. Foto:  zih

Wolfhagen. Die aus Pädagogen und Schülern der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) zusammengesetzte Jury hatte die Qual der Wahl. Sie musste den Sieger der diesjährigen Schreibwerkstatt küren.

Nach einstimmigem Juryurteil gab es dann nicht nur einen Schulsieger, sondern auf dem ersten Platz landete ein Trio: Marcel Gröger (9H1) aus Wolfhagen, Dennis Lobelia (9R2) aus Burghasungen sowie Johannes Decker (9G1) aus Oelshausen.

Dr. Ruth Kranz-Löber, WFS-Fachbereichsleiterin Deutsch, hatte die Schreibwerkstatt als Unterrichtsprojekt geleitet. Teilgenommen hatten alle Neuntklässler der Zweige Haupt- und Realschule sowie Gymnasium. Insgesamt reichten 170 Schüler Texte ein.

Von ihnen qualifizierten sich als jeweils Klassenbeste neun Mädchen und Jungen für das Finale. In der Mensa der Schule lasen die jungen Hobby-Autoren die von ihnen zu Papier gebrachten Kurzgeschichten allen Mitschülern des neunten Jahrgangs vor.

Bild als Vorlage

Die Aufgabe der Schreibwerkstatt hatte es in sich. Ausgehend von einem Kinderkarussellfoto galt es, eine maximal zwei Seiten (Schreibmaschinenschrift) umfassende Geschichte zu verfassen. In der Geschichte sollte sich alles um das Fahrgeschäft drehen. Sei es erfunden oder aus eigenen Erlebnissen heraus.

Marcel Gröger widmete seine Erzählung seinem früheren besten Freund, mit dem er sich immer an einem Spielplatzkarussell traf und der von einem Auto überfahren und getötet wurde.

Dennis Lobelia wollte als kleines Kind immer wieder von seinem Opa die Geschichte von einem nostalgischen und abgewrackten Karussell hören. Beide wollten es gemeinsam wieder zu neuem Leben erwecken.

Johannes Deckers Erzählung handelte von einer unerfüllten Jugendliebe in Berlin. Ein Junge und ein Mädchen lernten sich auf einem Rummelplatz an einem Karussell kennen und lieben. Das Glück war aber nur von kurzer Dauer, wurden beide doch durch den Bau der Mauer getrennt.

„Sinn und Zweck der Schreibwerkstatt“, so Dr. Ruth Kranz-Löber, „ist der kreative und spielerische Umgang mit Sprache, Geschichte, Gefühl, Fantasie und Realerlebtem zur Förderung und Intensivierung der eigenen Schreib- und Lesekompetenz.“

Damit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn über das Selber-Schreiben entwickele sich erfahrungsgemäß schließlich auch ein neues, positives Verhältnis zum Lesen und zum Buch.

Ein Buch gab es als Preis auch für jeden der drei Schreibwerkstatt-Sieger. (zih)

Quelle: HNA

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