Sechs Großkatzen sind im Melsunger Wald heimisch geworden

Erfolge bei Ansiedlung: Luchs-Revier ist voll

Schwalm-Eder. In den Waldgebieten des Schwalm-Eder-Kreises ist das Revier des Forstamtes Melsungen vollständig vom Luchs besetzt. Das berichtete Luchsbeauftragter Christian-Peter Foet.

Zeitgleich hatte der Arbeitskreis Hessen-Luchs für den Nachbarkreis Werra-Meißner erklärt, auch dort sei die Großkatze inzwischen in die Wälder zurückgekehrt.

Allerdings in einem anderen Ausmaß als im Revier Melsungen: Das ist groß genug für etwa sechs Tiere, und tatsächlich haben sich im Melsunger Revier offenbar vier Alt- und zwei Jung-Luchse angesiedelt - das zumindest ergab eine Suche nach Spuren im Schnee, an der sich vor gut einer Woche in den Wäldern zwischen Körle und Spangenberg 35 Personen beteiligten, erklärte Foet. Das übrige Kreisgebiet ist weniger stark frequentiert: In den Forstamtsbezirken Neukirchen und Jesberg sind laut Foet nur einzelne Exemplare bestätigt beziehungsweise nachgewiesen worden.

Hinweise aus der Bevölkerung

Foet hat über das Luchsvorkommen im Kreis einen Artikel im Melsunger Waldboten verfasst. Dort sind etliche Hinweise auf die Großkatze aus der Bevölkerung vermerkt. Danach haben das Tier im vergangenen Jahr Einwohner unter anderem in Melsungen, Knüllwald und Spangenberg gesehen. Viele Hinweise aus der Bevölkerung waren denn auch ein Grund für das Forstamt Melsungen, aufgestellte Fotofallen wieder abzubauen - denn in 2012 lieferten nach dem Jahresbericht im Waldboten von 52 Luchs-Nachweisen die Fotofallen nur zwei. Die Fallen waren darüber hinaus aus finanziellen und datenschutzrechtlichen Gründen zum Problem geworden.

In seiner Jahresbilanz verweist Foet auch auf die Fähigkeit von Luchsen, weite Wanderungen zurückzulegen. Ein Beleg dafür sei der im vergangenen Jahr gemachte Fund eines toten Luchses bei Schwalmstadt, der nachweislich aus dem Harz in den Schwalm-Eder-Kreis gelaufen sei.

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Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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