Zukunftskonferenz zur Energiewende: 150 Wolfhager sollen am 10. März mitarbeiten

Ergebnisse ohne Verpflichtung

Wolfhagen. Der Termin für die Zukunftskonferenz in Sachen Energiewende in Wolfhagen steht: Am Samstag, 10. März, wird sie in der Wolfhager Kulturhalle stattfinden. Auch die Abläufe der Konferenz, zu der die Stadt, beziehungsweise die Stadtwerke und das Kasseler Planungsbüro ANP einladen, stehen.

Als Moderatorin wurde Birgit Beutel aus Hünfeld gewonnen, die auf Kommunikations- und Führungstrainings spezialisiert ist. Gemeinsam mit Michael Joost, Abteilungsleiter der Bauverwaltung im Wolfhager Rathaus stellte sie jetzt die Konzeption der Zukunftskonferenz vor. Ein Kommunikationssystem mit der Öffentlichkeit wolle man aufbauen, Menschen unterschiedlicher Ansichten in Sachen Energiewende in Wolfhagen zusammenbringen. In Arbeitsgruppen sollen sie Ideen und Anregungen formulieren, eine „Charta zur Energiewende in Wolfhagen“.

Weisheit nutzen

Bis zu 150 Wolfhager - eine bunte Mischung - wolle man über die Ortsvorsteher einladen. An acht verschiedenen Stationen werden Themen behandelt, die von Potenzialflächen für Windkraft bis zu finanziellen Auswirkungen der Energiewende auf Stadt und Bürger reichen. Der Bürgerwille soll damit stärker in die Entscheidungen der städtischen Mandatsträger einfließen. „Wir wollen die Weisheit der Vielen nutzen“, sagt Birgit Beutel und basisdemokratische Elemente in den gestalterischen Prozess rund um die Energiewende in Wolfhagen einbinden.

Dass dabei der geplante Bau der Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg ein zentraler Punkt sein wird, weiß auch die Moderatorin, die versichert: „Wir gehen ergebnisoffen einen transparenten Prozess an, bei dem der Fokus auf der Information liegt.“ Und: „Es geht nicht ums Überreden“.

Die gestalterischen Spielräume der Teilnehmer, sind allerdings begrenzt, da es, so Michael Joost, „eine politische Beschlussfassung gibt, die wir zu beachten haben.“ Und das bedeutet im Klartext, dass die Ergebnisse der Zukunftskonferenz reine Empfehlungen an die Wolfhager Politiker sind. Die Politiker sind übrigens während der Veranstaltung lediglich als Beobachter, nicht aber als Aktive geduldet.

Grundsätzliche Änderungen am energiepolitischen Kurs der Stadt werde die Zukunftskonferenz nicht bewirken, räumt auch Birgit Beutel ein, „aber mehr Verständnis erzeugen“. Dem Vorwurf, die Konferenz diene dazu, angesichts des heiß diskutierten Windkraft-Projekts eine Beruhigungspille zu verabreichen, müssen sich die Organisatoren stellen. Zumal Abteilungsleiter Joost betont, dass man sich von der Zukunftskonferenz wichtige Ergebnisse verspreche, die in die Politik einfließen sollen, „aber angeschobene Prozesse werden dadurch nicht aufgehalten“.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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