Architekt stellte Stadtverordneten neues Konzept vor

Erhält Homberger Rathaus einen neuen Anbau?

Kommen im Rathaus künftig auch das Standesamt und das Bürgerbüro unter? Denkbar wäre ein Neubau am Gebäude. Archivbild: sdl

Homberg. Das Homberger Rathaus wird, so wie es jetzt ist, nicht bleiben: Eine Neukonzeption sei laut Bürgermeister Dr. Nico Ritz im Rahmen der Haushaltsberatung in 2015 beschlossen worden.

Nun stellte der damit beauftragte Fritzlarer Architekt Christian Gerlach in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung die Ergebnisse seiner Studie vor.

Für seine Arbeit befragte Gerlach die städtischen Mitarbeiter und analysierte und bewerte die derzeit genutzten Standorte. Derzeit befinden sich das Standesamt, das Bürgerbüro, die Ordnungs-, Finanz- und Bauverwaltung sowie die Kämmerei und das Büro des Bürgermeisters an drei Standorten in unmittelbarer Nähe zueinander.

Aus der Mitarbeiterbefragung sei ersichtlich geworden, dass sich Bürger häufig in falschen Räumen oder Abteilungen wiederfänden und mehrfach nach dem Weg fragen würden. Für Mitarbeiter und Besucher sollten daher kurze, selbstverständliche Wege geschaffen werden. Da alle Abteilungen im Rathaus nicht unterkommen, sehe Gerlachs Konzeption also einen Neubau am Rathaus vor.

Man habe Defizite und schwierige Situationen baulicher Art an den derzeit genutzten drei Standorten festgestellt. So werde das Dachgeschoss des historischen Rathauses zum Beispiel nicht genutzt, generell müsse die Statik verbessert werden, und Heiz- und Elektrotechnik seien nicht mehr auf dem neuesten Stand. Das Gebäude Obertorstraße 1 habe hohe Energieverluste. Die Fenster und die Fassade des Hauses sind laut Gerlach stark sanierungsbedürftig. An der Rathausgasse ein ähnliches Bild: Zwar sei das Haus in einem relativ gutem Zustand, aber es zeigten sich unter anderem leichte Schäden am Fachwerk sowie Feuchtigkeit im Gewölbekeller.

Aufzug wäre möglich

Die Investitionskosten, um die derzeitigen Bestandsgebäude umzubauen und zu sanieren, lägen bei etwa 5,7 Millionen Euro (ohne Baunebenkosten). Dagegen stünden etwa 4,8 Mio. Euro für die Sanierung des historischen Rathauses und dem Neubau mit einer Nutzungsfläche von etwa 1920 Quadratmetern. In diesem könnte unter anderem ein Besprechungszimmer entstehen und ein Aufzug für eine barrierefreie Erschließung geschaffen werden. Für den neuen Anbau müsse der bestehende abgerissen und der Gewölbekeller gesichert werden.

Fördermöglichkeiten bestünden über die Förderung Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in den Kommunen.

Ob man sich für die Sanierung und Umgestaltung der bestehenden Standorte oder für einen Neubau entschließe, wichtig ist laut Architekt Gerlach die Abteilungsorganisation zu optimieren und das Beste aus den Möglichkeiten herauszuarbeiten.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare