Forstämter im Kreis raten Waldbesuchern zu erhöhter Vorsicht im Wald

Erhöhte Brandgefahr in Wäldern der Region

Schwalm-Eder. Hitze und anhaltende Trockenheit sorgen derzeit auch im Schwalm-Eder-Kreis für eine erhöhte Waldbrandgefahr. Das Umweltministerium habe für Hessen noch keine Warnstufe herausgegeben, sagt Klaus-Detlef Lehmann, Bereichsleiter beim Forstamt Melsungen, aber es habe vor einer zunehmenden Gefahr gewarnt.

„Die Lage ist angespannt, aber nicht dramatisch“, sagt auch Karl-Gerhard Nassauer, Leiter des Jesberger Forstamtes. Jeder Niederschlag sorge jetzt dafür, dass die Warnstufe nicht erhöht werden müsse. Um die Lage aber zu entspannen, sei nun stundenlanger Regen und eine deutliche Temperaturabkühlung nötig, sagt Lehmann.

Zwar sei die Waldbrandgefahr in Mischwäldern wie im Schwalm-Eder-Kreis nicht ganz so groß wie in Nadelwäldern, „trotzdem kann durch trockenes Laub, Gras und Reisig auch hier schnell ein Brand entstehen“, sagt Nassauer. Frisch bepflanzte Flächen seien besonders gefährdet.

Es sei daher wichtig, dass sich die Waldbesucher die erhöhte Waldbrandgefahr bewusst machten und sich entsprechend verhielten. „Natürlich ist es verboten, im Wald zu rauchen“, sagt Nassauer. Außerdem sollte man sich auf Grillplätzen in Waldnähe davon überzeugen, dass es keinen Funkenflug gibt und den Platz erst verlassen, wenn das Feuer wirklich aus ist. Zurückgelassene Flaschen und Glasscherben stellen laut Nassauer ebenfalls eine Gefahr dar. 

„Fahrlässigkeit ist die häufigste Ursache für Waldbrände“, sagt Lehman. Auch Autos mit Kat könnten eine trockene Rasenfläche entzünden

Es gelte jetzt sehr aufmerksam zu sein. „Lieber einmal zu oft die Feuerwehr über die Nummer 112 informieren als einmal zu wenig“, sagt Lehmann. Für eine bessere Orientierung der Rettungskräfte rät Nassauer Waldbesuchern, sich die Nummer auf den Rettungspunkten zu merken, die es an vielen Waldeingängen gebe.

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Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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