Thomas Lux übernahm Pfarrstelle im Herzen der Schwalm

Er erkundet zu Fuß

Der Neue: Thomas Lux ist neuer Pfarrer in Röllshausen, Salmshausen und Nausis, hier vor der Röllshäuser Kirche. Foto:  Schittelkopp

Röllshausen/Nausis. „Tschüss, ich laufe zurück“, sagte Thomas Lux nach dem Fototermin an der Kirche in Röllshausen. Der 38-Jährige trat in diesem Monat seinen Dienst als Pfarrer in Röllshausen, Salmshausen und Nausis an.

Seit April 2012 war die Pfarrstelle vakant. Thomas Lux zog in das Pfarrhaus am Schönberg ein und hat in seinen ersten Tagen schon eine Menge vom Ort erkundet – zu Fuß. Denn das Spazierengehen ist eines seiner Hobbys.

Vier Jahre lang war Lux Prediger im sauerländischen Gemeinschaftsverband in einer Siegener Gemeinde tätig und wurde jüngst in Frankenberg ordiniert. Zuvor studierte er evangelische Theologie in Oberursel, Heidelberg, Marburg und Mainz.

Nun freut sich der gebürtige Kasselaner wieder in seiner nordhessischen Heimat zu leben. Und das nicht nur, weil er in der Schwalm so schön seinem zweiten Hobby, dem Fahrradfahren, nach gehen kann. „Ich bin ein echter Hesse“, fügt der 38-Jährige an und lachte: Hier ist die Landschaft toll, die Menschen nett und die Wurst gut.

Zurzeit wohnt Lux’ Ehefrau und die drei Kinder noch in Siegen. Seine beiden Söhne (7 und 5) sowie die Tochter (8) sollen das Schul- und Kindergartenjahr zu Ende bringen, dann zieht die Familie nach.

Nah an den Menschen

„Die Kirche ist hier sehr nah an den Menschen dran“, beschreibt der Pfarrer seine Eindrücke in den ersten Amtstagen. Er habe dies erlebt, als beim sich Volkstrauertag Reservistenkameradschaft und Feuerwehr stark beteiligten. Lux hat ein Herz für Gottes- und Besuchsdienste. „Auch Altenseelsorge ist mir wichtig“, sagt er.

Natürlich bringt er neue Impulse mit in die Kirchengemeinde, die Zusammenarbeit mit den Kirchvorständen ist für ihn unabdingbar. Schön findet er, dass es einen Chor für die Jüngsten im Ort gibt. Er kann sich auch vorstellen, ein Angebot für Kinder einzurichten, die noch zu jung sind, den Kindergottesdienst zu besuchen. Im neuen Jahr übernimmt er die Konfirmandengruppe von seiner Vertreterin.

Engagement im Ruhestand

„Man muss die Realität schon wahrnehmen“, sagt Lux. Dazu gehört auch, dass es bestimmte Jahrgänge gibt, die man in der Kirche wenig sieht. Das sei kein Zeichen für eine ablehnende Haltung. Beispielsweise engagieren sich Männer erst im Ruhestand vermehrt im Kirchenvorstand, zuvor seien sie einfach beruflich zu stark eingebunden. Denn: „Wenn ich gläubig bin, habe ich mich auf Gott eingelassen“, sagt der Pfarrer.

• In einem Gottesdienst am Sonntag, 1. Dezember, ab 14 Uhr, stellt Dekan Christian Wachter Pfarrer Thomas Lux in der Kirche in Röllshausen vor.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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