Parodistischer Schmaus traf auf kulinarischen Genuss im Hotel Zum Stern

Erlebnis-Essen mit Heinz Erhardt

Imitator: Dass er große Künstler nicht nur akustisch sondern auch mimisch hervorragend parodieren kann, bewies Andreas Neumann am Sonntagabend während eines gelungenen Abends künstlerischer und kulinarischer Genüsse im Oberaulaer Hotel Zum Stern. Fotos: Löwenberger /nh

Oberaula. Lachtränen in den Augen, ein überbeanspruchtes Zwerchfell in der Brust und ein wohliger Geschmack im Mund – das war das Ergebnis eines vierstündigen Erlebnis-Schmauses am Sonntagabend im Oberaulaer Hotel Zum Stern.

Rund 60 Frauen und Männer haben an den festlich gedeckten Tischen zu einem verheißungsvollen Drei-Gang-Menü Platz genommen, um einen Abend mit dem berühmten Komiker Heinz Erhardt zu erleben. Heinz Erhardt, das ist in diesem Fall der Parodist und Stimmen-Imitator Andreas Neumann. Als erstes fiel seine laute und klare Stimme auf, wenn er, ohne Vorankündigung, plötzlich mitten im Raum stand, und sein Publikum begrüßte. Mit „eigener Stimme“, wie er betonte, aber schwingt da nicht schon so ein bisschen Erhardt mit, oder ist das nur die Erwartungshaltung. Vermutlich hat er den 1979 verstorben deutschen Starkomiker schon so oft gegeben, dass er gar nicht mehr ganz ohne kann.

Es folgten Zitate, Geschichten und Gedichte von Erhardt, aber auch eigene Beiträge, ganz in vollendeter Erhardt-Manier. Natürlich durften „Die Made mit dem Kinde“ und „Der Ritter Fips“ dabei nicht fehlen. Vorsicht Publikum: Wer etwa zu laut mit zitiert oder sich sonst irgendwie hervortut, der ist dran, wurde sofort mit einer Bemerkung bedacht und in das Programm mit aufgenommen, nicht bösartig, aber möglicherweise doch recht spöttisch und persönlich. Man musste sich halt drauf einlassen und Spaß machte es auch.

Neumann spielt nicht Erhardt, der Hannoveraner ist Erhardt. Stimme, Gestik, Mimik erinnerten die Gäste an unvergessene schwarz-weiß Fernsehbilder vergangener Tage. Dabei waren sich die beiden Künstler nie begegnet. Als Erhardt die Bühnen dieser Welt endgültig verließ, da war Andreas Neumann gerade mal zehn Jahre alt.

Verschiedene Kostproben

Aber der Parodist beschränkte sich nicht auf eine Person. Sein Repertoire schien schier endlos und einige Kostproben gab er am Sonntagabend: Heinz Rühmann, Theo Lingen, Inge Meysel, Hans Moser, Marcel Reich-Ranicki, Dieter Hallervorden und sogar die Biene Maja mit ihrem Willi hat er „im Hals“, wie Andreas Neumann es selbst nannte. Am Ende gab es reichlich Applaus und jede Menge fröhliche Gesichter, auch wenn sich einige Besucher etwas mehr „Erhardt“ gewünscht hätten.

• Schon am 16. Februar ist Neumann ab 18 Uhr erneut im Stern zu sehen, diesmal mit Heinz Rühmann, aber an diesem Abend will er noch mehr große Künstler vergangener Tage zu dem Treffen mitbringen. Das hat er am Sonntagabend versprochen. Anmelden sollte man sich im Hotel zum Stern unter der Tel. 06628/92020. (nh)

www.neumannparodie.de

Quelle: HNA

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