Kanzel am Kronberg blieb trotz Schäden stehen

Erneut Hochsitz bei Naumburg angesägt

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Beschädigt, aber nicht gefallen: Deutlich sind die frei hängenden Stümpfe der Stützen zu erkennen. Mit einer Handsäge waren die Rundhölzer gekappt worden. Links Rudolf Jacobi, der zu den Jagdausübungsberechtigten im Revier Kronberg gehört.

Naumburg. In der Naumburger Gemarkung wurde ein weiterer Hochsitz von noch unbekannten Tätern angesägt. Der Jagdaufseher des Reviers Kronberg stellte den Schaden an der Unterkonstruktion des Hochsitzes am Mittwochvormittag fest.

Bereits am vergangenen Freitag wurde ein zerstörter Hochsitz im Revier Hattenhausen entdeckt. Hier waren zwei Stützpfosten angesägt und anschließend die Jagdeinrichtung in den angrenzenden Spolebach gekippt worden. Der Hochsitz im Wert von 2500 bis 3000 Euro wurde dabei völlig zerstört. 

Die Vorgehensweise der Täter am Kronberg ist nahezu identisch. Mit einer Handsäge wurden unter anderem zwei Hauptstützen und eine Querstrebe durchtrennt. Allerdings war der im Vergleich zu Hattenhausen wesentlich höhere, schwerere und auch stabiler konstruierte Hochsitz offensichtlich von den Tätern vom Boden aus nicht zu kippen.

Lebensgefahr

Wäre allerdings ein Jäger – in Dunkelheit oder Dämmerung ist die Beschädigung kaum zu erkennen – aufgestiegen und hätte die Kanzel betreten, hätte für ihn Lebensgefahr bestanden. Nach Auskunft des Jagdaufsehers werde man – wie bereits im Fall Hattenhausen geschehen – ebenfalls Anzeige erstatten. Hinweise an die Polizei in Wolfhagen, 05692/98290. (nom)

Quelle: HNA

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