Getreide- und Rapsernte beendet

Erntebilanz ist besser als zunächst befürchtet

Schwalm-Eder. Besser als befürchtet, trotz erheblicher Wetterkapriolen: So sieht die vorläufige Bilanz der Raps- und Getreideernte im Landkreis aus, die seit einigen Tagen beendet ist. Bei den Sommerfrüchten wie Rüben und Kohl sind die Prognosen noch uneinheitlich.

Das vorläufige Resümee zieht Dr. Bernd Wenck, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Schwalm-Eder: „Die knapp 1500 landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis haben in diesem Jahr auf gut 43.000 Hektar Fläche eine durchschnittliche bis gute Ernte bei Raps und Getreide eingefahren.“

Man habe nicht mit dieser guten Ernte gerechnet, sagte Wenck. Schließlich seien die Witterungsbedingungen mit viel Feuchtigkeit im Mai und starker Trockenheit im Sommer nicht gut gewesen. Dennoch hätten das Getreide und auch der Raps die schlechten Bedingungen gut verkraftet. Die Qualität sei nicht überragend, aber zufriedenstellend.

Das Problem eines regenreichen Frühjahrs ist es laut Wenck, dass die Pflanzen nicht genügend Wurzeln ausbildeten. Diese Wurzeln fehlten bei langanhaltender Trockenheit, um die Pflanzen mit dem fürs Wachstum nötigen Wasser zu versorgen.

Das anhaltend gute Sommerwetter ermöglichte jedoch eine reibungslose Ernte ohne Trocknungskosten für das Getreide. Dennoch kann das den Preisunterschied zum Vorjahr nicht ausgleichen. „Wir haben einen Preisrückgang von 20 bis 25 Prozent zu verkraften“, erklärte der Geschäftsführer.

Spannend bleibt, wie Zuckerrüben, Kohl, Kartoffeln und Mais die Witterungsbedingungen überstanden haben. Entscheidend dafür sei das Wetter in den nächsten Wochen, sagte Wenck.

Wenn der Regen ausbleibe, könnten die Pflanzen nicht ihr ganzes Potenzial ausschöpfen. Bei den früh geernteten Kartoffeln sei es schon zu Ertragseinbußen gekommen.

Von Benjamin Imgrund-Siebert

Quelle: HNA

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