Fotografien und Bildhauerarbeiten

Kulturzentrum Schrödersche Scheune mit neuer Ausstellung 

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Drei Künstler, eine Familie: „Mach dir selbst ein Bild“ ist noch bis Ende August im Kulturzentrum Schrödersche Scheune in Frielendorf zu sehen. Von links: Benjamin, Veronika und Franz Fenner.   

Frielendorf. „Mach’ Dir selbst ein Bild“ heißt die Ausstellung mit Fotografien und Bildhauereiarbeiten, die im Kulturzentrum Schrödersche Scheune eröffnet wurde.

Drei Künstler, eine Familie: Neben Veronika Fenner (Fotografien) und Benjamin Fenner (Bildhauerei) stellt auch Senior Franz Fenner seine fotografischen Bilder aus.

Der Name der Ausstellung geht auf eine Aufnahme zurück, die dem Besucher gleich beim Eintritt in die Schrödersche Scheune ins Auge fällt und die Franz Fenner vor dem Rathaus in Prag vor einigen Jahren gelang: Sie zeigt eine Masse Menschen, die mit emporgestrecktem Handy oder Fotoapparat darauf wartet, dass aus dem Rathaus der Tod als Spieluhren-Figur heraustritt – eine tägliche Touristenattraktion. „Da habe ich die Perspektive gewechselt und mir selbst ein Bild gemacht“, sagt der 70-jährige Treysaer, der auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins Frielendorf die Idee hatte, auch Sohn und Schwiegertochter für die Ausstellung zu gewinnen. Für alle drei Fenners ist es das erste Mal, dass sie ihre Arbeiten der Öffentlichkeit präsentieren.

Benjamin Fenner (Wenzigerode) arbeitet als professioneller Steinmetz und Bildhauer. Beeindruckend sein Kopf aus Seeberger Sandstein, der auf einer Eichenbalken-Säule ruht. Neben der romanischen Säule aus Alpenkalkstein hat er auch einen Kellerwaldbasalt ausgestellt, der allein von der Natur geformt ist.

Landschaften, Menschen und Tiere 

Seine Frau Veronika ist von Beruf Tierärztin. Auf Reisen auf Hawaii, in Marokko oder an der Nordsee hat sie mit künstlerischem Gespür Landschaften und Menschen fotografisch festgehalten. Sehenswert auch ihre Robben-Aufnahmen, die sowohl auf Hawaii als auch in der Auffangstation Fridrichskoog entstanden.

„Die Fotografie ist für mich eine Möglichkeit, wie ich die Welt sehe, mit anderen zu teilen“, so der Sozialpädagoge Franz Fenner. Dabei nimmt der Autodidakt mit dem Blick für außergewöhnliche Ansichten nicht selten einen Perspektivwechsel vor, wie etwa in der Aufnahme der Gruppe Fotografen, die beim Sonnenuntergang auf Helgoland darauf wartet, die „Lange Anna“ zu fotografieren. Im Raum ohne Fenster im Obergeschoss des Kulturzentrums hat Fenner hierbei sogar unzählige Öffnungen ermöglicht – durch seine Aufnahmen verschiedener Fenster. Die Besucher dürfen sich auf überraschende Ansichten freuen. 

Quelle: HNA

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