Erpressung und Computerbetrug

Sie erpressten Geld: Straftäter-Quartett zu Haftstrafen verurteilt

Fritzlar. Zu Haftstrafen zwischen sechs und 22 Monaten auf Bewährung, Arbeitsstunden und Geldstrafen wurden drei Männer und eine Frau verurteilt. Die vier mussten sich wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Raub, Diebstahl, Computerbetrug sowie Hehlerei vor dem Fritzlarer Amtsgericht verantworten.

Alle vier Angeklagten waren geständig, was sich mildernd auf das Strafmaß auswirkte. Zudem soll die Tat nicht geplant gewesen sein und es war viel Alkohol im Spiel, als im Oktober vergangenen Jahres eine Aussprache mit Gewalt endete und ein 52-jähriger Mann aus Baunatal in der Wohnung der Angeklagten von dem 35-jährigen und dem 41-jährigen Angeklagten geschlagen und getreten wurde. Dabei nahmen sie ihm Handy, Portemonnaie und Wohnungsschlüssel ab. Außerdem zwangen sie ihn mit Schlägen, die Pin-Nummer seiner EC-Karte preis zu geben.

Die Frau fuhr mit dem 41-Jährigen noch am selben Tag und am Folgetag zu Banken in Niedenstein und Schauenburg-Breitenbach und hob dort mit der EC-Karte insgesamt 1100 Euro vom Konto des Opfers ab. Bei einem weiteren Versuch wurde die EC-Karte eingezogen.

Außerdem brachen die Täter in die Wohnung des Geschädigten ein und stahlen ein Notebook, ein Netbook, ein DVD-Gerät, eine Digitalkamera sowie 1000 Euro Bargeld. Nach dem Einbruch ließen die vier Angeklagten den Baunataler frei.

Der 27-Jährige, der bei den Taten sein Auto zur Verfügung gestellt hatte, bekam 500 Euro. Das brachte ihm eine Anklage wegen Hehlerei ein, da er gewusst habe, woher das Geld stammte, erklärte Staatsanwältin Dagmar Leonard.

Zusätzlich wurde er wegen Beihilfe zu Einbruch und Diebstahl sowie zur Beihilfe des Computerbetruges zu insgesamt sechs Monaten Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt, die er an das Opfer zahlen muss.

Die höchste Strafe der Gruppe erhielt der 41-Jährige, bei dem das Gericht eine bestimmende Rolle für die Taten feststellte. Er wurde zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung, Raub und Freiheitsberaubung, Computerbetrug und Wohnungseinbruch. Außerdem muss er eine Geldstrafe von 1200 Euro zahlen zu gleichen Teilen an das Opfer und an das Kinderheim Sonnenschein in Fritzlar.

Der 35-Jährige erhielt eine Strafe von einem Jahr und sechs Monaten. Da er derzeit arbeitslos ist, bekam er keine Geldstrafe, sondern die Auflage, 200 Stunden gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Die Angeklagte wurde zu einem Jahr Haftstrafe auf Bewährung sowie zu 80 gemeinnützigen Arbeitsstunden verurteilt.

Alle vier akzeptierten das Urteil und verzichteten auf die Einlegung weiterer Rechtsmittel. Damit wurde das Urteil rechtskräftig.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare