Strom kann auch im Notfall fließen

Ersatz-Aggregat für den Kreis steht in Neukirchen

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Ersatz-Aggregat

Schwalm-Eder. Um bei einem längeren Stromausfall die Folgen für Menschen möglichst gering zu halten, hat das Land Hessen 27 Notstromaggregate für die Landkreise angeschafft. Kosten 3,2 Millionen Euro.

Im Schwalm-Eder-Kreis wird der Stromerzeuger durch die Feuerwehr Neukirchen betreut und im Einsatzfall auch betrieben. Zehn dieser Geräte aus Hessen sind am Dienstag Richtung Slowenien beordert worden, wo heftige Schneefälle und Eisregen zu flächendeckenden Stromausfällen geführt haben. Das Aggregat aus dem Schwalm-Eder-Kreis sei aber bisher noch nicht angefordert worden, berichtete Uwe Wunsch vom Brand- und Katastrophenschutz des Schwalm-Eder-Kreises.

Die Stromaggregate sind mit allem Zubehör zum Aufbau einer netzunabhängigen Stromversorgung ausgestattet. Zudem verfügen sie über einen Lichtmast, um Einsatzstellen großflächig auszuleuchten. "Natürlich kann der Stromerzeuger nicht überall sein", erklärte Wunsch bei einer Versammlung für Führungskräfte der Feuerwehr. Aber zum Beispiel könne das Aggregat an problematischen Objekten wie etwa einem Alten- und Pflegeheim oder einer Notunterkunft die Stromversorgung sicherstellen.

"Im Prinzip verfügen wir in Deutschland über eine sehr sichere Stromversorgung. Trotzdem kam es in jüngerer Vergangenheit mehrfach zu großflächigen Stromausfällen", erklärte Wunsch - beispielsweise im Dezember in Fritzlar. Neben Wohnungen und Geschäften war auch ein Altenheim betroffen. 80 Menschen saßen dort in dunklen und auskühlenden Räumen. Die Feuerwehr rückte an, um bei der Versorgung der Bewohner zu helfen. "Besonders der Ausfall elektrischer Lagerungshilfen in den Betten erwies sich als Problem", berichtete Fritzlars Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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