Albshäuser Ortsbeirat mit Verlegung nicht einverstanden

Ersatz-Haltestelle in Albshausen sorgt weiter für Ärger

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Immer noch eine Ersatz-Haltestelle: In Albshausen warten die Fahrgäste der Linie 56 nun seit einem Jahr darauf, dass die Haltestelle ausgebaut wird. 

Albshausen. Die Haltestelle der Linie 56 in Oberalbshausen sorgt immer noch für Verärgerung der Anwohner.

Seit fast einem Jahr verkehren die roten Kleinbusse des NVV dort, doch eine richtige Haltestelle für die Fahrgäste, die Richtung Guxhagen fahren wollen, gibt es aber immer noch nicht. Nach wie vor muss man sich auf dem Grünstreifen direkt an der Ortsdurchfahrt positionieren, um auf den Bus zu warten. Jetzt ist eine Verlegung der Haltestelle geplant, dem Ortsbeirat gefällt die Idee allerdings nicht.

Geplant ist, dass die Haltestelle mit dem Fahrplanwechsel Ende März vor die Zisterne beim Dorfgemeinschaftshaus verlegt wird, heißt es in einem Schreiben vom Ordnungsamt. Weil der Bus dort drehen muss und das Zeit kostet, soll die Haltestelle am Heideweg abgeschafft werden. „Für uns ist das eine denkbar schlechte Lösung“, sagt Ortsvorsteher Ralf Kauffeld. Die Haltestelle befinde sich dann direkt vor dem Feuerwehrhaus. „Der Bus würde unmittelbar vor dem Hydranten halten. Das geht doch gar nicht.“ Im Sommer übe dort regelmäßig die Jugend- und Kinderfeuerwehr. „Da sind auch Kinder unter zehn Jahren dabei. Und dann soll sich dort mittendrin noch der Bus drehen?“, fragt sich auch Petra Reinemund vom Ortsbeirat. Auch Parkplätze würden durch diese Lösung wegfallen.

Der Ortsbeirat befürchtet außerdem, dass das Pflaster auf dem Vorhof des DGH Schaden nehmen könnte. Denn wenn der Bus dort dreht, müsste er auch über einen Teil des gepflasterten Hofs fahren. „Das haben wir alles in Eigenleistung gepflastert. Das sind Ökosteine. Man sieht sogar, wenn dort nur einmal ein Lkw wendet“, sagt Kauffeld. Wenn die Haltestelle dorthin verlegt wird, dann „lösen wir ein Problem und schaffen uns drei neue“.

Der Ortsbeirat besteht darauf, dass die Haltestelle am jetzigen Standort bleibt. „Es geht doch nur darum, dort ein Stück des Grünstreifens zu pflastern“, sagt Kauffeld. Bei einer Sitzung in jüngerer Vergangenheit hatte der Ortsbeirat außerdem schon einmal darauf hingewiesen, dass mit dem Verbleib der Haltestelle an dem jetzigen Standort die Chance steigt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung an der Ortsdurchfahrt heruntergesetzt wird.

Laut Bürgermeister Edgar Slawik soll im Gemeindevorstand noch einmal der Standort der Haltestelle diskutiert werden. Dass die Verlegung der Haltestelle vor das DGH die vernünftigste Lösung wäre, sei zusammen mit dem NVV besprochen worden. „Ich sehe dort auch überhaupt kein Problem“, sagt Slawik. Würde man die Haltestelle am jetzigen Standort belassen und ausbauen, sei dies mit Kosten verbunden. „Und dieser Aufwand macht für mich keinen Sinn, wenn der Bus genauso gut auf der gegenüberliegenden Seite halten kann und dort ohnehin nur zwei drei Leute einsteigen.“ Und wenn das Pflaster beim Dorfgemeinschaftshaus tatsächlich Schaden nehmen sollte, müsste es „dann ja ohnehin die Gemeinde ausbessern“. Die endgültige Entscheidung soll allerdings der Gemeindevorstand treffen.

Quelle: HNA

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