Infos im Homberger Herkules-Markt

Er hilft mit seinen Enten: Colin Rimbach sammelte 50.000 Euro für Kinderhospizverein

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Umgeben von einem Meer aus Badeenten: Colin Rimbach besitzt selbst mehr als 400 der kleinen quietschenden Enten. Für jede Neue wandert ein kleiner Geldbetrag von seinem Taschengeld in seine Spendendose.

Ersrode/Homberg. Ganz zaghaft kommt ein Lächeln und die Antwort: „Ich glaube schon.“ Ein kleines bisschen ist Colin Rimbach aus Ersrode (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) stolz auf sich. Nur ein bisschen.

„Ich möchte einfach helfen“, erzählt er. Dabei hat der 13-Jährige allen Grund stolz zu sein: Seit fünf Jahren sammelt er mit dem Projekt „Colin hilft Paul“ Spenden für den Deutschen Kinderhospizverein – und hat inzwischen 50 000 Euro zusammenbekommen. Über sein Projekt informiert er am Samstag, 30. Juni, von 9 bis 18 Uhr auch im Herkules-Markt in Homberg.

Hilfe bekommt Colin dabei von kleinen bunten Badeenten. Die sammelt der Schüler nämlich und verkauft sie gegen eine Spende. Knapp 400 Entchen stehen bei ihm zu Hause. „Ich habe aber schon lange nicht mehr gezählt“, so Colin.

Die Idee, für den Deutschen Kinderhospizverein Geld zu sammeln, sei entstanden, als er ein Bild von Paul Panzer, der Botschafter des Vereins ist, in der Zeitung gesehen hatte. Damit war das Projekt „Colin hilft Paul“ geboren. Und so steht der 13-Jährige in den Ferien in Supermärkten und Einkaufszentren, um von seinem Projekt zu erzählen. Hilfe bekomme er dabei von seinen besten Freunden. „Wir sind mindestens immer zu dritt und inzwischen ein richtiges Team“, sagt er.

Denn die Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch. Marktleiter und Firmen müssen angeschrieben, für Enten-Nachschub gesorgt und die Facebook-Seite gepflegt werden. Die Reaktionen seien durchweg positiv, erzählt Colin. Und gemeinsam mit Mama Daniela Rimbach packt er auch mal Pakete mit Badeenten, wenn die Spender zu weit entfernt wohnen. „Wir haben auch schon zusammen mehrere hundert Spende-Enten geschrubbt, damit wir sie weiterverkaufen konnten“, sagt Daniela Rimbach.

Aus einem Kellerraum der Familie ist deshalb längst ein Entenlager geworden. Von überall her erhält Colin Badeenten, die er dann als Dankeschön für eine Spende verteilt – die weiteste Ente kam aus dem Staat Washington in den USA, erzählt der 13-Jährige. Aber auch Firmen wie Gerolsteiner, Mövenpick und Badeenten.de unterstützen den Jungen bei seiner Arbeit. Doch nicht nur seine Freunde und einige Unternehmen, auch viele Stars sind begeistert von Colins Engagement. So unterstützen Sänger Adel Tawil, Komiker Bodo Bach und Chris Tall Colin Rimbach. Vor Kurzem hat ihn Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, besucht. „Das sind tolle Momente fürs Leben“, findet Daniela Rimbach. Besonders begeistert war Colin von Hundetrainer Martin Rütter: „Er hat meine Enten signiert, und ich durfte sie in der Pause seiner Show verkaufen.“

Wie lange Colin Rimbach noch Geld sammeln möchte, weiß er nicht, er möchte „einfach kranken Kindern helfen“. „Seit ich die 500 geknackt habe, setze ich mir kein Ziel mehr“, sagt der Schüler.

Quelle: HNA

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