Unwetter: Feuerwehren waren am Montag in mehreren Orten stark gefordert

Erst Wasser, dann noch Öl

Aufräumarbeiten: Der starke Regen hatte in der Wollröder Kohlenstraße Schlamm auf die Fahrbahn gespült, der von Feuerwehrleuten beseitigt wurde. Foto: privat

Kreisteil Melsungen. Nach wolkenbruchartigen Regenfällen waren die Feuerwehren am Montagnachmittag vielerorts im Kreisteil Melsungen gefordert. Sie mussten Keller auspumpen und Schlamm von den Straßen entfernen. Bei Lohre beseitigte die Feuerwehr außerdem eine Ölspur.

In Brunslar, Böddiger, Melgershausen und Niedervorschütz waren die Feuerwehrleute ab 16 Uhr im Einsatz. Regen war in Wohn- und Lagerräume eingedrungen, in manchen Stadtteilen, wie in Melgershausen in der Straße An den Brunnenkammern, war das Kanalnetz überfordert: Schmutzige und übel riechende Brühe drückte dort durch die Abflussrohre.

Gegen 21 Uhr wurden die Wehren aus Lohre, Niedervorschütz und Felsberg nochmal alarmiert. Ein Landwirt aus Harle hatte gepresste Grasballen von einem Grundstück bei Lohre geholt. Dabei hatte sein Fahrzeug über mehrere Kilometer Hydrauliköl verloren. Die Spur zog sich von der Einmündung am Kieswerk über den Sportplatzweg bis Harle. Von den Felsberger Feuerwehen waren 32 Helfer eingesetzt. Auch Waberner Feuerwehren waren im Einsatz. Sie beseitigten in ihrem Gemeindegebiet die Gefahrenstelle.

Die Feuerwehr Guxhagen wurde um kurz vor 17.30 Uhr zur Unterstützung der Wollröder Wehr in die Kohlenstraße gerufen. Dort hatten sich Schlammmassen über die Straße verteilt. Nach einem starken Regenguss konnte das Wasser nicht auf den Feldern versickern, und da auch die Gullieinläufe verstopft waren, verteilten sich die Wassermassen auf den Straßen. Die Wollröder Feuerwehrleute waren in der Bachstraße beschäftigt, um die Straße und auch Kanaleinläufe zu säubern. 24 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen beteiligten sich an dem Einsatz, der etwa zwei Stunden dauerte.

Starke Regenfälle sorgten am Montagabend für chaotische Verhältnisse in der Höhenstraße in Dagobertshausen. Unmengen von Wasser, vermischt mit Schlamm, schossen wie ein kleiner Bach ins Tal hinab. Abflüsse und Flutgräben konnten diese Mengen nicht fassen.

Das Eckgrundstück am Homberger Weg wurde am stärksten betroffen. Schwere Holzbohlen, die in einem Carport lagen, trieben wie Streichhölzer die Straße hinunter, im Carport und in einer Garage blieb eine 15 Zentimeter dicke Schlammschicht zurück.

Die Feuerwehr Dagobertshausen rückte mit 13 Leuten aus, um die Schäden zu beseitigen. (zto/hro)

Quelle: HNA

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