Umstrittener Windpark

Windpark Rödeser Berg - die ersten Bäume sind gefallen

Wolfhagen. Die Stadtwerke Wolfhagen haben am Donnerstag damit begonnen, erste Bäume für den künftigen Windpark Rödeser Berg zu fällen.

Das betroffene Waldgebiet nahe Nothfelden wurde aus Sicherheitsgründen durch Mitarbeiter der Stadtwerke weiträumig abgesperrt, um Menschen durch die Arbeiten im Wald nicht zu gefährden, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Rühl.

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Einige Windkraft-Gegner hatten am Vormittag versucht in den abgesperrten Bereich vorzudringen, wurden aber abgewiesen. Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Keine Windräder in unseren Wäldern“ seien aber kooperativ und friedlich gewesen, sagte der Leiter der Polizeistation Wolfhagen, Volker Pieper.

Alle Beteiligten hätten sich an die Absprachen und Regeln gehalten. Ebenfalls involviert waren neben Polizei und Stadtwerken das Ordnungsamt sowie Hessen Forst. Uwe Zindel, Leiter des Forstamtes Wolfhagen, sagte, dass die Arbeiten in enger Abstimmung mit Hessen-Forst liefen. Zindel weiter: „Die gefällten Bäume sind vorwiegend Fichten, Kiefern und Buchen.“

Laut Martin Rühl seien die Arbeiten am Donnerstag zügig und reibungslos verlaufen. Wie lange die Baumfällarbeiten noch dauern, konnte Rühl nicht sagen. Mit dem gestrigen Tage sind die Auswirkungen des Windparks auch in der Natur deutlich sichtbar geworden. Bisher thronte lediglich der 200 Meter hohe Windmessmast, der größte seiner Art in Europa, auffallend auf dem Rödeser Berg.

Eine ähnliche Höhe mit 185 Metern werden auch die vier Windräder erreichen, die laut Planung ab 2015 im Wald bei Nothfelden stehen sollen. Mit der Leistung des 20-Millionen-Euro-Projektes wird der gesamte Strom der Stadt Wolfhagen dann ausschließlich aus Erneuerbaren Energien erzeugt.

Von Nicolai Ulbrich

Fotostrecke zum Rödeser Berg:

Bauarbeiten am Rödeser Berg

Quelle: HNA

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