Erste Elektrotankstelle in Fritzlar kostenlos zu benutzen

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Erste E-Tanke in Fritzlar: Eröffnung mit Lars Neige (vorn), Eberhard Dippolter (hinten von links), Stefan Schaller und Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange.

Fritzlar. Das Netz von Elektrotankstellen wird immer dichter: Ab sofort kann auch in Fritzlar Strom gezapft werden. Auf dem Parkplatz am Grauen Turm hat die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) die erste Elektrotankstelle in Fritzlar freigegeben.

Und das Tanken wird die ersten ein bis zwei Jahre kostenlos sein. "Das ist für uns erstmal kein Geschäft", sagt Stefan Schaller, EWF-Geschäftführer, "aber Elektrofahrzeuge werden die Fortbewegungsmittel der Zukunft sein." Deswegen würden immer mehr Ladesäulen benötigt.

Da es in der Region bisher nur fünf bis zehn E-Autos gibt, werden sich die Kosten für die EWF in Grenzen halten. "Wir rechnen mit höchstens 6000 bis 8000 Euro Stromkosten", sagt Stefan Schaller. Die Ladesäule würde vermutlich eher für E-Roller und E-Fahrräder genutzt werden. "Davon gibt es mittlerweile sehr viele." Ein großer Vorteil sei die kurze Ladedauer, sagt Kundenberater Lars Neige. Die Autobatterie sei nach zwei Stunde wieder voll. Während des Tankens könne man ruhig das Fahrzeug verlassen, da das Tankkabel diebstahlgeschützt sei.

Der Strommix an der Ladesäule besteht zu 32 Prozent aus erneuerbaren Energien. "Der Bundesschnitt liegt bei 17 Prozent", erklärt Schaller. Und gegen Missbrauch sei man geschützt. "Durch die Tankkarte können wir nachvollziehen, wer wie viel tankt. Falls jemand seinen Haushalt mit dem Strom versorgt, würde das auffallen", sagt Neige. Um die Ladesäule nutzen zu können, benötigt man nur eine Tankkarte. Die gibt es für eine Gebühr von 30 Euro bei der EWF in Fritzlar.

Von Heike Wagner

Quelle: HNA

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