18 neue Imker bekamen zum Start Unterstützung von der Naturlandstiftung

Erste Ernte war honigsüß

Neue Imker: In einer kleinen Feierstunde wurden 18 neue Imker geehrt und erhielten von der Naturlandstiftung eine finanzielle Unterstützung zum Start. Foto: privat

Homberg. Sie ist das dritthäufigste Haustier der Welt. Und ein Kuscheltier ist die Honigbiene nicht. Dennoch ist sie auf den Schutz und die Hilfe der Menschen angewiesen.

Die Honigbiene hat ohne menschliche Pflege und Unterstützung keine Überlebenschancen. Deshalb ist es wichtig, dass es genug Imker-Nachwuchs gibt. Unter dem Projekt-Motto „Lust auf eigenen Honig“ haben die Imkervereine Homberg und Fritzlar, in Kooperation mit dem Kreisverein Fritzlar-Homberg, Interessierte für die Imkerei, für die Bienenzucht gewonnen.

30 Nachwuchs-Imker kamen zu der Schulung, um die zwingend notwendige Theorie über die Biologie der Biene, über Allergieempfindlichkeiten, über Schutz- und Überlebensmechanismen der Biene und über Honig zu lernen. 18 von ihnen waren so positiv beeindruckt, dass sie mit der Imkerei begonnen haben. Und im Sommer haben sie bereits ihren ersten eigenen Honig geerntet.

Der Start in die Imkerei erfordert neben der Passion und Freizeitgestaltung, natürlich auch einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand – Anschaffung einer Bienenwohnung (Beute), eines Bienenvolkes, Waben, Mittelwände aus Wachs, Arbeitsgeräte wie Stockmeißel, Schutzschleier, Handschuhe, Imkerpfeife und vieles mehr gehören dazu. Die Naturlandstiftung Schwalm-Eder hat das Projekt „Lust auf eigenen Honig“ begleitet und jedem Neuimker für die notwendige Erstausrüstung eine finanzielle Förderung gewährt. Denn die Naturlandstiftung Schwalm-Eder hat sehr kritisch den anhaltenden Rückgang von Bienenvölkern und einer damit einhergehender Verarmung der Natur verfolgt und beobachtet.

Ein Leben ohne blütenbestäubende Insekten ist nicht möglich. Vielleicht hat Albert Einstein etwas übertrieben als er seine These aufstellte: Stirbt die Biene, hat der Mensch nur noch fünf Jahre zu leben. Aber Fakt sei es, so der Kreisverein in seiner Pressemitteilung, dass der Mensch ohne Bienen, ohne Insekten keine Überlebenschancen hat.

Bei einer kleinen Feierstunde händigte Dr. Klaus Lambrecht von der Naturlandstiftung den Neu-Imkern die individuellen Fördermittel aus. Und Lambrecht kündigte an, dass die Naturlandstiftung das Projekt auch im nächsten Jahr begleiten wird und somit auch weiteren Neu-Imkern eine Förderung in Aussicht stelle. (may)

Quelle: HNA

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