Erster FSJler im Sport beim TSV Neumorschen: Positive Bilanz

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Der Alte und der Neue: Yannic Lippross (hinten links) beendet demnächst sein Freiwilliges Soziales Jahr beim TSV Neumorschen. Aber sein Nachfolger steht schon fest. Hannes Hafer (hinten rechts) fängt im September an. Mit auf dem Foto Kinder der Georg-August-Zinn-Schule, die auch zum Einsatzgebiet der FSJler gehört. Mathis Peuster, Haik Suvalic, Moritz Schweitzer, Ben Nachtigal, Jan Müller, Marvin Buchenau, Jan Müller, Jacen Bergmann und an der Kletterwand Devis Fafulovic. Foto: Kamisli

Morschen. Langweilig war es ihm nie im vergangenen Jahr: Yannic Lippross hat sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim TSV Neumorschen richtig Spaß gemacht. Das beendet Lippross in den kommenden Tagen. Radsport und die Eltern-Kind-Turngruppe gehörten unter anderem zum Einsatzgebiet des 20-Jährigen im Verein.

Er hat aber auch mit den Kindern der Kitas in Alt- und Neumorschen geturnt und an der Georg-August-Zinn-Schule eine eigene Orientierungslauf-AG angeboten.

Doch nicht nur Yannic Lippross zieht eine positive Bilanz: Auch die Kitaleiterinnen, Ursula Seibel und Gaby Maurer, sind voll des Lobes für den jungen Mann. Er habe mit den Kinder viel Geduld bewiesen, die hätten ihn geliebt und zugleich respektiert. Der 20-Jährige will Physiotherapeut werden, sagt aber: „Ich hab in diesem Jahr aber immer wieder darüber nachgedacht, vielleicht auch etwas mit Grundschullehramt zu machen.“

Für den Verein war es das erste Mal, dass er ein FSJ anbot - doch es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Yannic Lippross’ Nachfolger heißt Hannes Hafer und beginnt sein Freiwilliges Soziales Jahr im September.

Dass die Sache so ausgeht, daran hatte Michael Appel im vergangenen Jahr schon fast nicht mehr geglaubt. „Die Kandidatensuche war nicht einfach. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, noch jemand zu finden, der geeignet ist. Doch dann kam Yannic“, sagt Appel, der nicht nur Vorsitzender des TSV Neumorschen, sondern auch der Leiter der Georg-August-Zinn-Schule in Altmorschen ist.

Entstanden sei die Idee, ein FSJ anzubieten, weil der TSV Neumorschen wie auch viele andere Vereine das Problem hat, nicht genug Übungsleiter zu finden, sagt Appel. Allerdings koste ein FSJ den Verein 450 Euro im Monat, die müssen an die Träger, die Sportjugend Hessen bezahlt werden. „Da muss man als Verein schon schauen, wie man das stemmen kann“, sagt Michael Appel.

Der TSV hat sich also Kooperationspartner gesucht und wird auch im kommenden Jahr mit den Kindergärten in Alt- und Neumorschen sowie der Georg-August-Zinn-Schule zusammenarbeiten.

Kooperationen dieser Art seien nicht ungewöhnlich, sagt Ronny Schulz von der Sportjugend Hessen, die Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres ist. Der oder die Freiwillige könnten während des Jahres einen Übungsleiterschein machen. „Oft wird die Tätigkeit als Praktikum anerkannt“, sagt Appel. 300 Euro monatlich bekommen die Frauen oder Männer für ihren Einsatz.

Der 18-jährige Hannes Hafer aus Neumorschen freut sich schon auf seine Zeit beim TSV. Er wird zum Beispiel das Jugendtraining im Tennis übernehmen und genau wie Yannic jeden Woche jeweils eine Stunde mit den Kindern der Kitas in Alt- und Neumorschen turnen.

„Ich weiß, dass er es gut machen wird“, sagt Appel, der sich freut, dass sich jemand aus der Gemeinde für das Angebot gemeldet hat.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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