Mit Privatläuten, Schulen, Kindergärten und Restaurants

Eschenhof in Altenhasungen plant Solidarische Landwirtschaft

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Landwirtschaft auf neuen Wegen: Privatpersonen und Institutionen können künftig auf dem Altenhasunger Eschenhof Anteile an der Ernte kaufen. Sebastian Leismann (links) und Kilian Seidl versorgen die Kühe, die nach Öko-Richtlinien gehalten werden.

Wolfhagen. Der Eschenhof in Altenhasungen plant gemeinsam mit Privatleuten, Schulen, Kindergärten und Restaurants ein Projekt, das so in der Region einzigartig ist.

Um Bio-Lebensmittel unabhängig von den Preisen am Weltmarkt produzieren zu können, soll eine Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) gegründet werden.

Der Demeter-Hof in Altenhasungen vertreibt dabei die Lebensmittel nicht mehr über den Markt und Lebensmittelhandel, sondern sie fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Teilnehmern mit organisiert und finanziert wird. Soll heißen: Jeder der mitmacht, kann einen oder mehrere der 750 Ernteanteile an den landwirtschaftlichen Produkten kaufen und erhält einmal pro Woche sein Fleisch, Brot, Gemüse, Eier, Milch und Milchprodukte in Bio-Qualität. 

„Damit bieten wir Regionalität, Nachhaltigkeit und können auch angesichts des globalen Super-Marktes bäuerliche Landwirtschaft erhalten und gesunde Lebensmittel erzeugen“, erklärt Sophia Seidl vom Eschenhof das Prinzip der SoLaWi.

Die Interessierten aus Stadt und Landkreis Kassel gehen gemeinsam mit dem Team des Eschenhofs am 1. Mai an den Start. 30 Anteile sind schon für dieses Jahr verkauft. Mitmachen wollen auch die Freie Schule Kassel und das Restaurant Weißenstein am Königstor. Gespräche führt Sophia Seidl außerdem mit der Waldorfschule, der Jean-Paul-Schule sowie den Kindergärten in der Dönche, den Riedwiesen und einem geplanten Kindergarten in Wolfhagen.

„Beteiligen können sich aber alle anderen Kindergärten, Schulen und Restaurants aus der Region“, so Seidl. Eine Informationsveranstaltung findet am morgigen Samstag, 21. April, ab 14 Uhr in der Wolfhager Buchhandlung Mander, Schützeberger Straße 29, statt. 

Hintergrund: Hof kann 750 Leute versorgen

Die Idee der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) weicht die Trennung zwischen Hersteller und Kunde auf. Am Anfang des Jahres kalkuliert der Landwirt, was er für die Produktion der Lebensmittel braucht, und teilt das durch die Personenzahl, die der Hof flächenmäßig versorgen kann. 

Auf dem Eschenhof sind das 750 Personen. Wenn die Ernte besonders gut ausfällt, gibt es mehr fürs Geld, in Jahren mit schlechter Ernte eher weniger. Das SoLaWi-Jahr auf dem Eschenhof beginnt am 1. Mai. Neben der Versorgung der SoLaWi-Teilnehmer will der Eschenhof die restlichen Produkte weiterhin über den Handel, den Hofladen und die grüne Kiste vermarkten.

Quelle: HNA

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