Abteilung soll abgestoßen werden

ESV Jahn Treysa trennt sich vom Footballteam Schwalmstadt Warriors

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Schwalmstadt Warriors

Treysa. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht: Der ESV Jahn Treysa trennt sich von seiner Footballabteilung samt den Cheerleadern, den Schwalmstadt Dynamites.

Der ESV empfiehlt dem Team, dem mehr als 200 Menschen angehören, einen eigenen Verein zu gründen. Der Warriors-Abteilungsleiter Marcus Theis hat inzwischen sein Amt niedergelegt.

Kaum eine andere Sparte des ESV hat eine derart große Anhängerschaft, dennoch sahen sich ESV-Sprecher Jochen Helwig und sein Verwaltungsrats- und Vorstandsteam zu diesem Schritt gezwungen. „Die Abteilung ist zu groß geworden“, begründet Gerhard Brauroth diesen Schritt. Damit meint das Vorstandsmitglied nicht nur das stete zahlenmäßige Anwachsen des Warrior-Teams, sondern auch den damit verbundenen Spielbetrieb, dessen Eventcharakter sich der ESV nicht mehr leisten könne. Es könne nicht sein, dass es ein Verein innerhalb des Vereins entstehe. „Durch dieses Auftreten gerät der gesamte Verein ESV Jahn Treysa in Schieflage“, unterstreicht Helwig.

„Wir möchten nicht aus diesem Verein“

Was die Finanzen angehe, solle der ESV erstmal die vereinsfremden Ausgaben, zum Beispiel in Richtung 1. FC Schwalmstadt, auf den Prüfstand stellen, erklärt der ehemalige Abteilungsleiter Theis im Gespräch mit der HNA. „Wir alle können nicht nachvollziehen, wie man so etwas aufgeben will.“ Er sucht nach der Motivation für diesen Schritt des ESV: Die Warriors hätten sich für andere Vereine und Sparten inzwischen zur Konkurrenz im Bereich Jugendarbeit und bei der Belegung des Schwalmstadions entwickelt, meint Theis. „Wir möchten nicht aus diesem Verein“, beschreibt Theis die Stimmung bei den Warriors. Football-Jugendkoordinator Andreas Schmelzer meldet sich bei Facebook zu Wort: „Es sind einige wenige, die hier eine falsche Entscheidung getroffen haben“, ist er überzeugt. 

Quelle: HNA

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