EU-Kommission prüft Genehmigung: Bau des Windparks Rödeser Berg in Gefahr?

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Wolfhagen. Der Bau des Windparks Rödeser Berg könnte ins Stocken geraten: Die EU-Kommision will sich mit dem Genehmigungsverfahren des 20-Millionen-Euro-Projektes beschäftigen und eine Petition prüfen.

Diese war 2011 vom Wolfhager Stadtverordneten Peter Kranz eingereicht worden. Sie ruhte zwischenzeitlich, Grund für die Wiederaufnahme ist offenbar, dass das Regierungspräsidium Kassel die Baugenehmigung ohne Umweltverträglichkeitsprüfung erteilt haben könnte.

Michael Conrad, Pressesprecher des Regierungspräsidiums, sagte dazu, dass man nun in Ruhe abwarten müsse, was der Petitionsausschuss der EU konkret von der Behörde wissen will. Derzeit würden entsprechende Informationen fehlen, um mehr dazu sagen zu können.

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Er gehe aber davon aus, dass das Genehmigungsverfahren korrekt gelaufen und somit rechtmäßig sei. Sobald man eine konkrete Anfrage erhalte, werde man den Sachverhalt prüfen.

Matthias Boos, Pressesprecher der Stadtwerke Wolfhagen, die den Windpark bauen und betreiben wollen, sagt dazu: „Die Stadtwerke haben im Dezember 2013 von Regierungspräsident Lübcke die Baugenehmigung für den Windpark auf dem Rödeser Berg auf Basis geltenden Rechts bekommen. Daran ändert die Wiederaufnahme der Petition nichts. Während des Genehmigungsverfahrens wurden insbesondere die Belange des Umwelt- und Artenschutzes intensiv von unabhängigen Experten bewertet und überprüft.“

Pressesprecher Boos sagt weiter, „in diesem Zusammenhang von einer übereilten Entscheidung zu sprechen, ist absurd angesichts eines Verfahrens, das sich über Monate und Jahre hinzog und in dessen Verlauf stets auch Bürger und Verbände einbezogen wurden.“ 

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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