Europaweite Umstellung könnte besonders Vereine belasten

EU-Kontonummern: Geldinstitute beraten

Schwalm-Eder. Ab dem nächsten Jahr gelten neue Kontonummern und Bankleitzahlen. Die Banken und Sparkassen im Schwalm-Eder-Kreis bereiten ihre Kunden in Inforveranstaltungen auf den in Europa einheitlichen Zahlungsverkehr (Sepa) vor. Firmen und Vereine haben zukünftig mit mehr Verwaltungsaufwand zu rechnen.

Denn ab Februar 2014 müssen besondere Vorgaben für das Lastschriftverfahren eingehalten werden. „Die Firmen müssen alle ihre Kunden anschreiben“, erklärte Projektleiter Stefan Glotze von der VR-Bank Hessenland. So wird in diesem Jahr noch jede Menge Post ins Haus flattern. Denn der Stromanbieter, die GEZ und auch das örtliche Fitnessstudio müssen die neue Bankleitzahl BIC und die neue Kontonummer IBAN von ihren Kunden erfragen.

Wie Stefan Glotze der HNA erläuterte, müssen sich auch die Vereine auf erhebliche Veränderungen einstellen. Jeder, der Geld einziehen will – etwa den Mitgliedsbeitrag – braucht eine Gläubiger-ID. Die muss er online auf www.glaeubiger-id.bundesbank.de beantragen. Nur damit sind Einzugsermächtigungen, die zukünftig Mandate heißen, möglich. Besonders kleine Vereine belastet der anfängliche Mehraufwand. Neu sind auch Fälligkeitsdaten und Vorlauffristen. Denn zukünftig wird ganz genau festgelegt, an welchem Tag der Betrag eingezogen wird.

Die Angst will Marcus Breitschwerdt von der Kreissparkasse seinen Kunden nehmen: „Die neue Kontonummer sieht zwar mächtig aus, enthält aber nur zwei unbekannte Ziffern.“ Privatpersonen können für Überweisungen bis Februar 2016 weiterhin die alte bekannte Bankleitzahl und Kontonummer verwenden.

Das Sepa-Verfahren soll den Zahlungsverkehr innerhalb Europas vereinheitlichen. Was heute in Deutschland überwiesen wird, kommt morgen sicher in Spanien an. ZUM TAGE, HINTERGRUND

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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