Pedro da Silva und Ehefrau Sylvia halten zu Deutschland und Portugal

Euro 2012: Sie können nur gewinnen

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Gut gelaunt zur Europameisterschaft: Pedro da Silva und seine Frau Sylvia sind für das Spiel heute Abend bestens vorbereitet.

Fritzlar. Bei den da Silvas aus Fritzlar wird es am Samstag nur Gewinner geben: "In mir schlagen zwei Herzen", sagt der 32-jährige Pedro da Silva. Wenn heute Abend das EM-Spiel Deutschland-Portugal angepfiffen wird, sei sein Blut aber eher einen Tick grün-rot.

In Deutschland geboren aber laut Pass Portugiese: Portugal sei aber eine Herzensangelegenheit. "Es ist schließlich das Land meiner Eltern", sagt er und lacht. Sylvia Stich da Silva hat ebenfalls gut lachen: Ein Traum wäre ein deutsch-portugiesisches Finale. "Und Deutschland gewinnt", sagt`s und lächelt ihren Mann an.

Auch wenn es zu Europa- und Weltmeisterschaften emotional zugeht im Hause der da Silvas, verbissen seien sie beide nicht. "In erster Linie geht es doch darum, mit Freunden eine tolle Fußballparty zu haben", sagt ihr Mann. "Wir haben noch dazu das große Glück, gleich zwei Teams im Rennen zu haben."

So gehe es mittlerweile auch den richtig guten Freunden der Familie: "Die haben wir mit Portugal angesteckt", sagt die 37-Jährige.

Dass die Welt für ihn nicht untergehe, wenn Portugal verliert, weiß Pedro da Silva seit dem Spiel um Platz drei bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. "Da habe ich mich schließlich auch für Deutschland gefreut", sagt er. "Und überhaupt, das war doch das eigentliche Finale", ergänzt seine Frau.

Deutsche Wurst auf dem Grill

Gestern haben die beiden schon mal die Fan-Utensilien aus dem Schrank geholt. Wer hat wohl das Trikot für Sohn Leandro ausgesucht? Sylvia Stich da Silva hält das Portugal-Trikot hoch und: "Da ist er bestimmt längst rausgewachsen, das ist noch von der Weltmeisterschaft."

Gerne erinnert sich Pedro da Silva an das Public Viewing zur Europameisterschaft 2004 in Portugal: Zum Finale gegen Griechenland stand er in Lissabon auf einem Platz mit zig Tausend Fans. "Das ist fast so wie im Stadion", sagt er und grinst.

Public Viewing komme aber diesmal nicht in Frage, dafür sei Leandro mit seinen vier Jahren noch zu jung. Bei den da Silvas wird heute mit Freunden und Verwandten gemeinsam geschaut.

Auf den Grill kommen aber deutsche Würstchen. "Die portugiesischen Chouricos sind aber auch ziemlich lecker, leider bekommt man die aber hier in der Gegend nicht", sagt da Silva. Möge die bessere Mannschaft gewinnen, bei den da Silvas gibt es nur Gewinner: "Och", sagt da Silva, "gegen ein hohes Unentschieden hätte ich auch nichts einzuwenden."

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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