Grüne informierten über die Schuldenkrise

Euro ist das größte Friedensprojekt

Grüne Frauen: von links Bürgermeister-Kandidatin Margitta Braun, Bundestagsabgeordnete Priska Hinz und Bettina Hoffmann vom Kreisvorstand. Foto: Feser

Schwalmstadt. Frauen und Geld – das passt gut zusammen, hieß es Donnerstagabend in Treysa. Der Grünen-Kreisverband Schwalm-Eder hatte zur Informationsveranstaltung rund um das Thema Eurokrise eingeladen. Referentin war Bundestagsabgeordnete Priska Hinz, Sprecherin für Haushaltspolitik der Bundestagsfraktion.

Die frühere hessische Umweltministerin erklärte die Staatsschuldenkrise aus Sicht der Grünen. „Selbst in unseren Fraktionssitzungen kann man manches Fragezeichen in den Augen der Kollegen sehen, wenn es um die bürokratischen Monster ESF, ESM und Rettungsschirm geht.“ Dabei sei die Finanzkrise gar keine Eurokrise, denn der Euro sei ein stabiles Währungsmittel. Stattdessen handele es sich um eine Schuldenkrise.

„Die Grünen halten es für notwendig, den Euro zu retten“, sagte die Abgeordnete aus Herborn (Lahn-DIll-Kreis). Warum die Grünen-Fraktion im Bundestag viele Entscheidungen in Übereinstimmung mit der Regierungskoalition treffen, erklärte sie so: „Wir Grüne sind die besten Europäer.“ Denn der Euro sei ein Symbol für ein zusammenwachsendes Europa, schließlich verbinde er 26 Staaten miteinander. „Er ist das größte Friedensprojekt seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Er sei aber nicht nur ein ökonomisches, sondern zugleich ein soziales und demokratisches Projekt.

Auch Margitta Braun, Bürgermeister-Kandidatin der Grünen, bekannte sich während der Informationsveranstaltung im Haus für Gemeinschaftspflege als Euro-Freund. Jedes Land gebe seinen eigenen Euro heraus, „und wenn sie sich im Portemonnaie dann mischen, betont das nicht nur die Eigenständigkeit der Länder.“ Es zeige auch, dass etwas gemeinsam auf den Weg gebracht wurde. (ciß)

Quelle: HNA

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