350 Euro Strafe wegen Misthaufens

Fritzlar. Zu einer Geldbuße von 350 Euro verurteilte Richterin Corinna Eichler einen 46 Jahre alten Mann aus Niedenstein. Der Mann hatte Abfälle auf unbefestigtem Boden so gelagert, dass eine Gefahr für den Boden und das Grundwasser ausging.

Zwei Besonderheiten zeichneten das Strafverfahren aus. Es ging um einen großen Misthaufen und das Verfahren dauert nur acht Minuten und 30 Sekunden.

Zunächst ließ der Angeklagte das Gericht gut 15 Minuten warten, bis er erleichtert und mit der Entschuldigung: „Ich hab das Gericht erst gar nicht gefunden“, den Sitzungssaal betrat. Dann aber wurde das Verfahren in Rekordzeit abgewickelt. Die Personalien des Angeklagten wurden festgestellt. Staatsanwalt Michael Dietrich verlas die Anklageschrift. Bei Überprüfungen im März und Juli 2010 war der Verstoß gegen Bestimmungen des Umweltschutzes entdeckt worden. Der Angeklagte gab sofort zu, falsch gehandelt zu haben und sagte: „Stimmt alles. Ich habe aber auch alles getan, um den Mist zu beseitigen.“ Dass bestätigte der Staatsanwalt. Er wies daraufhin, dass eine Geldstrafe von zwei Monatsgehältern fällig ist. Da der Angeklagte aber zum ersten Mal vor Gericht stehe und den Mangel sofort beseitigt habe, sei eine Geldbuße von 350 Euro angemessen.

Erfreut über das zu erwartende milde Urteil wollte der Angeklagte schon aufstehen und mit den Worten: „Ich hab’s eilig“ den Saal verlassen. Die Richterin hielt ihn aber kurz zurück, um das Verfahren zu beenden. (zam)

Quelle: HNA

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