"Young Tourism"

Europa fest im Blick: Kultusministerium zeichnet Ursulinenschule für Tourismus-Projekt aus

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Fritzlar. „Sei nachhaltig, sei achtsam.“ In ihrem jüngsten Erasmus-Plus-Projekt hat sich die Ursulinenschule Fritzlar dieses Motto zu Herzen genommen – mit Erfolg.

Am Mittwoch erhielt die Gesamtschule als eine von zwei hessischen Schulen für ihr Projekt „Young Tourism“ das Erasmus-Plus-Qualitätssiegel. „Empathie für Europa kann nur der haben, der es selbst erlebt hat“, sagte Joseph Laudien vom Hessischen Kultusministerium bei seiner Ansprache. Bevor er Schulleiterin Jutta Ramisch feierlich die Urkunde überreichte, betonte er noch einmal, wie wichtig der Austausch bereits im jungen Alter sei. „Diese Horizonterweiterung bleibt das ganze Leben“, so Laudien.

Marlene Lorenz kann das nur bestätigen. Sie ist eine von 40 Fritzlarer Schülern, die an dem Projekt „Young Tourism“ von 2015 bis 2017 teilgenommen haben. Im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms reiste die 16-Jährige nach Polen und Frankreich – und lernte dabei auch etwas für sich selbst: „Ich war früher schüchtern, heute bin ich selbstbewusst.“ Young Tourism war Marlenes drittes Projekt. Zwei Jahre lang hat sie mit ihren eigenen Mitschülern, aber auch mit Schülern aus Schweden, Spanien, Polen und der Türkei daran gearbeitet, die Region Fritzlar zu einem Touristenziel zu machen, das auch jüngere Reisende anspricht.

Das Projekt stand unter dem Titel „be sustainable, be entrepreneurial, be creative“ (übersetzt: „sei nachhaltig, sei unternehmerisch, sei kreativ“).

600 Tourismus-Broschüren haben die Fritzlarer Schüler zu diesem Zweck unter professioneller Anleitung einer Werbeagentur aus Niedenstein entwickelt.

Die Broschüren liegen jetzt in den Tourismusbüros der Region aus. Außerdem haben die Schüler eine App entwickelt, die jungen Reisenden zeigen soll, was es in und um Fritzlar alles zu entdecken gibt. Dass für die Schüler in erster Linie das Reisen an sich zählt, ist für Projektkoordinatorin Birgit Anders keine Überraschung. Dass es im Vorfeld aber darum ging, Projektideen zu entwickeln, „innovativ“ zu denken und die eignen Ideen anschließend zu vermarkten, fördere die Jugendlichen zusätzlich. „Aus den Schülern sind Marketing-Experten geworden“, sagt Anders stolz.

Quelle: HNA

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