Hessische Kinder-Uni zeigte Folgen des Klimawandels

Experimente für saubere Umwelt

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Forscherdrang: Dozent Stefan Rötzel, Mitarbeiter im wissenschaftlichen Zentrum für Umweltsystemforschung der Universität Kassel, hatte für die Schüler der Christine-Brückner-Schule spannende Experimente vorbereitet. 

Bad Emstal. Was bewirkt eigentlich Kohlendioxid (CO2)? Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter? Und wie entsteht der Treibhauseffekt? Mit Antworten auf Fragen rund um den Klimawandel beschäftigten sich die Klassen drei bis sechs der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal.

Während einer „Reise um die Welt“ wurden diese Fragestellungen in der Hessischen Kinderuniversität aufgegriffen und kindgerecht aufbereitet. Stefan Rötzel, Mitarbeiter des wissenschaftlichen Zentrums für Umweltsystemforschung der Universität Kassel, erklärte eindrucksvoll wie das Klima funktioniert, welche Auswirkungen die globale Erwärmung auf den Planeten hat und wie wir alle mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen können.

Ein kurzer Film veranschaulicht, wie stark sich die Erde innerhalb der vergangenen 100 Jahren verändert hat und welche Auswirkungen die globale Erwärmung auf das Ökosystem hat.

Mit Experimenten, Filmclips und Rätseln wurden die „jungen Studenten“ auf abwechslungsreiche Weise immer wieder zum Mitmachen und Mitdenken angeregt. Besonders die Wirkung des Treibhausgases Kohlendioxid stand im Mittelpunkt der Betrachtungen. So wirkten die Kinder aktiv mit, als es darum ging, aus Backpulver und Essig in einer Flasche CO2 herzustellen. Bei Aufsetzen eines Ballons auf die Flasche wurde dieser durch das entstandene Kohlendioxid aufgeblasen. „Etwa 5000 dieser CO2-Ballons produziert ein einzelner Mensch täglich“, veranschaulicht der Dozent.

Die Kinder erfuhren, wie sie mit ihrem Verhalten etwas zur Verringerung des Treibhauseffektes beitragen können. Die Botschaft war eindeutig: „Wir haben alle die Macht etwas zu ändern.“ Die Menschen müssen weltweit neue Wege finden, die rasante Entwicklung des Klimawandels zu bremsen und sich auf die damit einhergehenden Veränderungen einstellen. Ganz nebenbei erhielten die Kinder einen Einblick in mögliche Studiengänge und Berufe von morgen.

Auch Stufenleiter Bodo Löwenstein ist vom Konzept der Kinderuni überzeugt: „Unsere Schüler sind begeistert von dieser Aktion und wir würden das gerne bald wiederholen.“ Denn die Vorlesung sei nicht nur eine Bereicherung für den Unterricht, sondern auch für die Zukunft von Kindern der Erde. Dies zeige, dass die Christine-Brückner-Schule den Titel Umweltschule zu Recht trägt.

Quelle: HNA

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