Horn und Bauer mit Sitz in Treysa hält Patente auf Folien und ist in Europa Marktführer für Sitzschutzbezüge

Experten für spezielle Kunststoffe

Mit großen Extrusionsmaschinen verarbeitet die Horn und Bauer täglich 30 bis 40 Tonnen Kunststoff, pro Jahr insgesamt 20 000 Tonnen. Auf dem Bild die größte, 24 Meter hohe Extrusionsanlage von Horn und Bauer, die im Produktionsstandort Wimbach/Thüringen steht, links der Abzug, der die Folie glatt legt, rechts die so genannte Reversierung, mit der die Folie ausgerichtet wird. Fotos: Lache-Elsen

Treysa. Überwiegend fertigt Horn und Bauer, der in Europa Marktführer ist für Schutzfolien für Fahrzeugsitze, für die Automobilindustrie, Werkstätten und Lackierbetriebe, seit 2008 auch zunehmend für die Lebensmittelindustrie.

Der Betrieb in Schwalmstadt-Treysa ist Sitz und einer von drei Produktionsstandorten der Horn und Bauer Unternehmensgruppe, einem familiengeführten Unternehmen.

Marktführer in Europa

Aus den Werkstoffen Polypropylen und Polyethylen fertigt das Unternehmen eine Vielzahl von Folien, die spezielle Anforderungen erfüllen müssen: Folien mit Gas-, Geruchs- oder Sauerstoffbarriere, säureunempfindliche oder elektrisch leitfähige Folien.

Das Unternehmen arbeitet überwiegend für die Automobilindustrie und ist im Bereich von Sitzschutz-Bezügen in Europa Marktführer. Sie produzieren für Großlieferanten in der Automobilindustrie wie beispielsweise Sitzhersteller, daneben für Werkstätten und Lackierereien. Das eine sind einige wenige weltweit aufgestellte Kunden, das andere sind tausende kleinerer Betriebe, erklärte der Geschäftsführer.

Hergestellt werden für verschiedene Autositz-Hersteller passgenaue Schutzhüllen für die unterschiedlichen Fahrzeugmodelle, damit Sitze bis zur Auslieferung des Neuwagens geschützt bleiben.

Auch für Werkstätten und Lackierereien werden Schutzhüllen für Sitze gefertigt, damit Monteure keine Flecken hinterlassen. Auch Fußraum- und Lenkradschutzfolien stellt der Betrieb her.

Lackierbetriebe kennen Horn und Bauer, denn das Unternehmen entwickelte Ende der 80er-Jahre eine so genannte lackhaftende Folie. Mit dieser Entwicklung, auf die Horn und Bauer ein Patent hat, „haben wir das Arbeiten in Lackierereien in der westlichen Welt verändert“, sagt Reinhard Bauer.

Statt wie früher die zu lackierenden Fahrezeuge mit mehreren Leuten aufwändig mit Papier abzukleben, geschieht das heute in wenigen Minuten mit einer Folie, mit der Bereiche offen gelassen werden, die lackiert werden müssen. So genannte Hochtemperaturfolien halten auch Temperaturen von 280 Grad Celsius aus, wenn der Lack in das Autoblech eingebrannt wird.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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