Treysaer Freudenberg-Standort präsentierte sich zum 50-jährigen Bestehen

Fabrik zum Anfassen

Unterwegs: Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, die Produktion in den Fabrikhallen kennen zu lernen.

Treysa. Sein 50-jähriges Bestehen feierte am Samstag mit einem Tag der offenen Tür der Treysaer Standort der Firma Freudenberg an der Ascheröder Straße. Mitarbeiter, ihre Familien, ehemalige Freudenberger, regionale Schulen und Betriebe waren eingeladen – und über 700 Besucher kamen.

Nach der Begrüßungsrede von Werksleiter Reinfried Wobbe überreichte Andreas Fischer von der IHK eine Ehrenurkunde zum Firmenjubiläum.

Spiele auf dem Freigelände

Auf dem Freigelände nutzten Erwachsene und Kinder zahlreiche Spiel- und Unterhaltungsangebote und folgten Werksrundgängen im Produktionsbereich. Am Standort Schwalmstadt arbeiten zurzeit 396 Mitarbeiter, 26 davon sind Auszubildende. 1965 fing alles mit 60 Mitarbeitern an, einige Freudenberger der ersten Stunde waren beim 50.Geburtstag mit dabei.

Georg Friedrich aus Zella, Wilfried Döringer aus Dorheim und Johann Georg Haust aus Seigertshausen erinnerten sich noch sehr gut an die alten Zeiten, als sich das Werk immer mehr mit ihren Dichtungen auf den weltweiten Märkten präsentierte.

Frühe Personalnummern

Mit den Personalnummern 16, 19 und 2 starteten die Frührente „Freudenberger“ 1965 ihre berufliche Laufbahn in Treysa. Ebenfalls ein Freudenberger der ersten Stunde war Werner Dirlam aus Rörshain, der 1965 den ersten Dichtring in der Gießerei produzierte. Von anfangs 2600 Quadratmetern wurde die Betriebsfläche bereits nach einigen Jahren auf 14 000 Quadratmeter erweitert. Über 30 000 verschiedene Dichtungen und Formteile gehören zurzeit bei Freudenberg in Schwalmstadt zum Sortiment. Firmen wie Caterpillar, JCB oder Festo gehören zu den Hauptkunden.

Weltweit eingebunden

„Wir sind der einzige Freudenberg-Standort weltweit, der den Kunststoff Polyurethan herstellt“, sagte Werksleiter Reinfried Wobbe, der 2007 nach Schwalmstadt kam. Das Schwalmstädter Werk ist heute Teil des weltweit tätigen Familienunternehmens Freudenberg mit Hauptsitz in Weinheim.

Die Unternehmensgruppe geht auf Carl Freudenberg zurück, der die erste Fabrik vor über 165 Jahren gründete. „Ich arbeite bei Calle“, hieß es früher unter Freudenbergern des Schwälmer Werkes, als das Firmenlogo Carl Freudenberg noch am Werkstor stand. Calle heißt heute nur noch das Mitarbeiterblatt, welches alle drei Monate in einer Auflage von 450 Stück gedruckt wird.

Am Abend endeten die Feierlichkeiten in der Antreffhalle in Merzhausen bei leckerem Essen und fetziger Musik der Steven Stealer Band.

Von Jörg Döringer

Quelle: HNA

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