Fachwerkhaus brannte in Neukirchen aus

Neukirchen. Ein seit mehreren Jahren leerstehendes Fachwerkhaus in der Neukirchener Innenstadt ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ausgebrannt.

Der Schaden an dem über 100 Jahre alten Haus in der Burgtorgasse wird auf 35.000 Euro geschätzt, berichtet Reinhard Giesa von der Homberger Kriminalpolizei.

Weil technische Ursachen auszuschließen seien, gehe die Polizei von Brandstiftung aus, heißt es weiter. Beamte der Regionalen Kriminalinspektion Homberg nahmen noch in der Nacht Ermittlungen an der Brandstelle auf.

Das Feuer hatte ein Anwohner gegen 2.45 Uhr entdeckt und die Leitstelle der Feuerwehr alarmiert.

Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später anrückten, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster des unbewohnten Hauses, erklärt Martina Kohlhase, Pressesprecherin der Feuerwehr Neukirchen.

Das Feuer hatte sich über alle Stockwerke ausgebreitet. Die Haustür des alten Fachwerkhauses wurde aufgebrochen, und Trupps unter Atemschutz erkundeten das Haus. Menschen befanden sich nicht in dem Gebäude, sagt Kohlhase.

Weil das brennende Haus in der engen Innenstadt-Bebauung direkt an ein Nachbarhaus grenzt, wurde auch dieses mit Wasser abgelöscht.

Um 3.30 Uhr hatten die Wehren den Brand unter Kontrolle. Insgesamt waren 51 Feuerwehrleute im Einsatz. Mit vier Fahrzeugen, darunter einer Drehleiter, war allein die Feuerwehr der Kernstadt vor Ort. Aus den Stadtteilen Riebelsdorf, Nausis und Asterode kommen weitere Tragkraftspitzenfahrzeuge hinzu. Rettungssanitäter betreuten außerdem eine Nachbarin, die unter Schock stand.

Zur Belüftung des ausgebrannten Hauses wurde ein Überdrucklüfter eingesetzt. Die Ermittlungen an der Brandstelle werden am Freitag fortgesetzt, sagt Giesa. Zur Aufklärung des Sachverhaltes bittet die Polizei zudem um Hinweise. Wer in der Nacht zu Freitag im Bereich der Brandstelle Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Homberg unter Tel. 05681/ 774-0.

Von Jürgen Köcher

Ein Video und weitere Bilder folgen an diese Stelle.

Quelle: HNA

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