Fahnenübergabe an Oberstleutnant Helmut Remus

Schwarzenborn. Seit Dienstag hat das Jägerregiment 1 aus Schwarzenborn einen neuen Kommandeur.

Während eines militärischen Zeremoniells reichte Oberst Lothar Kraß, stellvertretender Kommandeur der Luftbeweglichen Brigade 1 aus Fritzlar, in der Knüll Kaserne die Truppenfahne und damit die Verantwortung für das Regiment von Oberst Gunter Schneider an Oberstleutnant Helmut Remus weiter.

Ehrengäste waren unter anderen die Ministerialrätin Eveline Schemer-Moebius und alle Bürgermeister der Patengemeinden der sieben am Standort stationierten Kompanien des Regiments.

Nachdem der scheidende Kommandeur als letzte Amtshandlung Hauptfeldwebel Dirk Rentzsch zum Stabsfeldwebel befördert hatte, bescheinigte er den angetretenen Soldaten, darunter die drei am Standort Hammelburg stationierten Kompanien, ihm in den vergangenen zwei Jahren die Führung des Regimentes leicht gemacht zu haben. „Ich durfte einen hochprofessionellen Verband führen. Es war gut für mich zu wissen, dass ich mich absolut auf Sie verlassen konnte.“ Besonders dankbar stimmte den Kommandeur, dass alle Regimentsangehörigen körperlich unversehrt erst kürzlich aus dem Einsatz zurückgekommen waren. Den 41 Soldaten, die sich derzeit sich noch in Afghanistan und auf dem Balkan befinden, wünschte er ebenfalls eine gesunde und glückliche Heimkehr.

Bundeswehr: Führungswechsel in Schwarzenborn

Auch Oberst Kraß wies auf die überaus positive Einschätzung durch den deutschen Befehlshaber in Nordafghanistan hin, die das Jägerregiment erfahren habe. Die Fähigkeit zum luftgestützten Einsatz unterscheide es von allen übrigen Infanterieverbänden und sei damit ein Alleinstellungsmerkmal. „Das Jägerregiment steht heute glänzend da.“ Es habe sich bestens bewährt und mit seinem Potenzial die Zukunft fest im Visier, sagte Kraß.

Oberst Schneider wird in seiner Anschlussverwendung als Kommandeur des Gefechtsübungszentrums in der Letzlinger Heide bei Magdeburg eingesetzt.

Oberstleutnant Remus wechselt von einer fünfjährigen Verwendung als Dezernatsleiter für Internationale Beziehungen im Eurokorps in Straßburg nach Schwarzenborn. Von 2003 bis 2005 führte er in der Knüll-Kaserne das mittlerweile aufgelöste und mit großen Teilen im Jägerregiment 1 aufgegangene Panzergrenadierbataillon 152. Die in Fritzlar beheimatete luftbeweglichen Brigade 1 wird in 2014 aufgelöst. Das ihr derzeit noch unterstellte Jägerregiment wird bereits ab Januar 2013 der in Augustdorf stationierten Panzerbrigade 21 unterstellt.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

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