Projektwoche: Mit Fahrstuhl ins Weltall

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Unterwegs mit dem Weltraumfahrstuhl in ein Leben in der Schwerelosigkeit: Marius Ronshausen, Patrick Pflüger und Carina Brigge (von links) aus der Jahrgangsstufe 12 der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen haben Mitschülern und Lehrern ihre Präsentation aus einer Projektwoche zum Thema „Der bewegte Mensch“ vorgestellt. 

Wolfhagen. Wie lebt es sich in der Schwerelosigkeit? Und warum werden Blaubeermuffins beim Backen grün? - Phänomene, die sich anschaulich erklären lassen. Schüler der Wilhelm-Filchner-Schule haben gezeigt, wie’s geht. 

Anlässlich einer Projektwoche zum Thema „Der bewegte Mensch“ sind die Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 solchen interessanten Phänomenen auf den Grund gegangen.

Auch die Realschüler aus der Jahrgangsstufe 10 haben Mitschüler und Lehrer mit Präsentationen - die Teil ihrer mündlichen Abschlussprüfung sind - zum Staunen gebracht. Die insgesamt besten vier Vorträge haben die jeweiligen Schüler gestern Vormittag noch einmal in der Mensa gezeigt. „Die Schüler haben sich wirklich ins Zeug gelegt. Wir haben die Präsentationen mit den besten Noten ausgewählt. Und auch anhand der methodischen Vielfalt“, erklärt Ruth Kranz-Löber, Projektorganisatorin und Fachvorsteherin Deutsch.

Die Arbeiten der Schüler hatten nicht nur einen gewissen Unterhaltungswert, sie sollen auch den Schülern selbst sogenannte Schlüsselqualifikationen vermitteln: Eigenständiges Lernen, eine gute Selbstorganisation, Zeitmanagement und die Kommunikationskompetenz schulen. Und sie sollen auch andere Schüler inspirieren. „Deshalb haben wir auch die Realschüler der neunten Klassen eingeladen, die sich noch auf die Abschlussprüfungen vorbereiten müssen“, sagt Kranz-Löber. Realschüler Timo Wowarra hat sich in seiner Prüfungspräsentation im Fach Geschichte mit „Kassels grünem Wächter“ beschäftigt - mit seiner Entstehung, seinem Bau und seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Er ist sich sicher: Der knapp drei Tonnen schwere Herkules ist so etwas wie die Freiheitsstatue Nordhessens. Eben einzigartig.

Seine Mitschülerin Jasmin hat sich immer gewundert, dass ihre Blaubeermuffins beim Backen grün werden. Jetzt weiß sie, warum: Der Blaubeersaft reagiert mit dem Natron. Das mischt sie zukünftig nicht mehr in den Teig. Und eines hat sie auch gelernt und ihren Mitschülern erklärt: Es ist faszinierend tiefer in ein Thema einzusteigen. In jeder Küche steckt die Chemie.

Dass „Emotionen“ unser Überleben sichern und Bananen sowie Schokolade das Glückshormon Serotonin enthalten, haben die Zwölftklässler Michelle Wolodin, Teresa Wachenfeld, Robin Kropf, Mascha Kruse und Melanie Christophel herausgefunden. Sie haben sich in der fächerübergreifenden Projektwoche aus biologischer und religiöser Sicht mit dem Thema beschäftigt. „Das war echt eine Herausforderung. Es ist sehr abstrakt, da es darüber viele Meinungen von unterschiedlichen Forschern gibt“, sagen Teresa und Robin.

Mit einem Weltraumfahrstuhl haben sich Marius Ronshausen, Patrick Pflüger und Carina Bigge ins Universum gebeamt. Mit ihrem Konzept haben sie die Bewegung und das Verhalten von Objekten und Organismen in der Schwerelosigkeit erklärt. Interessant: Ist man zu lange schwerelos, werden die Knochen instabil. Um Knochen- und Muskelschwund vorzubeugen, müssen sich Astronauten fit halten.

Quelle: HNA

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