48-jähriger Autofahrer beschädigte Fahrzeug und fuhr davon

Fahrt unter Alkohol

Schwalmstadt. Ein Autofahrer aus dem Altkreis musste sich gestern vor dem Amtsgericht in Treysa verantworten. Wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und weil er sich vom Unfallort entfernte, verurteilte ihn das Gericht zu einer Geldstrafe von 2800 Euro. Seinen Führerschein ist der 48-Jährige bis Juni los. Er trägt außerdem die Kosten der Gerichtsverhandlung.

Im Mai vergangenen Jahres endete die Heimfahrt von der Arbeit für einen alkoholisierten 48-Jährigen mit einem Strafbefehl und einem zehnmonatigen Entzug der Fahrerlaubnis. Gegen den Strafbefehl legte der Angeklagte Einspruch ein.

Eine Blutentnahme auf der Polizeidienststelle in Schwalmstadt sei gegen seinen Willen durchgeführt worden. Seinem Hinweis, er habe blutverdünnende Medikamente eingenommen, habe man keine Beachtung geschenkt. Die Blutentnahme hatte beim Angeklagten 1,45 Promille ergeben. Zuvor war der Mann auf der Bundesstraße in Richtung Gilserberg unterwegs gewesen, als er um 15.45 Uhr mit seinem Wagen die Mittellinie überquerte. Dabei rammte er ein entgegenkommendes Fahrzeug, dessen Außenspiegel abbrach und das Auto des Zeugen aus Niestetal traf. Dieser fuhr mit seinem Auto hinter dem des Angeklagten, der weiter fuhr, ohne sich um den Vorfall zu kümmern.

Am Auto des 35-jährigen Niestetalers entstand durch den Außenspiegel, dessen Reste an mehreren Stellen aufprallten, ein Schaden von 3500 Euro. Dieser wurde bereits durch die Versicherung des Angeklagten beglichen.

Da der Angeklagte nicht anhielt, folgte der Zeuge aus Niestetal dem Unfallverursacher bis zu einem Feldweg, wo er sich das Kennzeichen notierte. Den Unfall habe er nicht bemerkt, erklärte der Angeklagte. Die Lichthupe des ihm folgenden Zeugen sei ihm sehr wohl aufgefallen, gab er zu. Er habe das komisch gefunden und seine Fahrt fortgesetzt.

Die vom Zeugen informierte Polizei traf den unter Alkoholeinfluss stehenden Angeklagten zu Hause an. Sein Auto zeigte deutliche Unfallspuren.

Freiwillig zur Dienststelle

Laut Zeugenaussage der beiden Schwalmstädter Polizisten, habe der 48-jährige nicht bestritten der Fahrer gewesen zu sein und sei freiwillig mit zur Dienststelle gefahren. Auch der dortigen Blutentnahme durch eine Ärztin habe er freiwillig zugestimmt.

Laut Gericht sei der beschädigte Außenspiegel am Fahrzeug des Angeklagten so offensichtlich gewesen, dass er den Unfall bemerkt haben müsse. Zudem sei er wissentlich unter Alkoholeinfluss Auto gefahren. Hinsichtlich der Blutentnahme läge kein willkürliches Handeln der Polizisten vor.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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